07.06.2016
FLUG REVUE

SüdkoreaSafran liefert Triebwerke für neue Hubschrauber

Korean Aeorspace Industries (KAI) setzt bei zwei Helikopterprogrammen auf Antriebe des französischen Technologiekonzerns Safran.

Light Armed Helicopter (LAH) von KAI

Für den LAH entwickeln Safran Helicopter Engines und Hanwha Techwin das Arriel 2L2. Foto und Copyright: KAI  

 

Der von KAI geplante Light Civil Helicopter (LCH) wird demnach mit dem Arriel 2C2 ausgerüstet, der bereits den Airbus Helicopters H155 antreibt. Am Light Armed Helicopter (LAH) soll ein neuer Antrieb namens Arriel 2L2 zum Einsatz kommen. Das teilte Safran am Montag mit. 

Für die Entwicklung und den Bau des Arriel 2L2 schließt sich Safran Helicopter Engines (ehemals Turboméca) mit dem südkoreanischen Technologiekonzern Hanwha Techwin zusammen. Hanwha Techwin soll das Triebwerk künftig in Lizenz produzieren: größere Bauteile sollen vor Ort in Changwon hergestellt werden, dort sollen auch Endmontage und Tests stattfinden, bevor die Antriebe an KAI ausgeliefert werden. Ebenso wird Hanwha Techwin Überholung und Instandhaltung des Arriel 2L2 übernehmen.

Leistungsstärkste Variante

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Turbomeca Arriel 2N: Im Vergleich zum Arriel 2C ist die Leistung um 17 Prozent gestiegen. Dabei sollen Verbrauch und Wartungskosten sinken. Möglich machen dies ein neuer Axialverdichter, ein neues Material in der Hochdruckturbine und eine zweikanalige FADEC. Die EASA-Zulassung erfolgte im Januar 2015. Foto und Copyright: Turbomeca  

 

Das neue Hubschraubertriebwerk ist das jüngste der Arriel-Familie und soll die leistungsstärkste Variante werden. Das Arriel 2L2 basiert auf dem Arriel 2N für den Airbus Helicopters AS565MBe Panther. Im Vergleich zu früheren Arriel-2-Generationen kommt ein neuer Axialverdichter, ein verbesserter Hochdruckverdichter-Diffusor, neue Materialien für die Hochdruckturbine sowie ein Zweikanal-FADEC (Full Authority Digital Engine Control) der neuen Generation zum Einsatz.

Mehr als 12.000 Exemplare der Arriel-Familie wurden nach Angaben von Safran in den vergangenen 40 Jahren hergestellt, insgesamt haben sie mehr als 45 Millionen Flugstunden absolviert. Mehr als 40 verschiedene Helikopter-Typen fliegen mit Arriel-Triebwerken. Die Antriebe haben in den verschiedenen Varianten zwischen 650 und 1024 Wellen-PS.

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www.flugrevue.de/Ulrike Ebner


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