14.08.2014
Erschienen in: 12/ 2013 FLUG REVUE

Luftfahrt-Jobs von der QuelleAirport-Agentur Rhein-Main

Wer einen Job im Luftfahrtbereich sucht oder als Unternehmer neue Mitarbeiter braucht, kann den Flughafenservice der Agentur für Arbeit nutzen.

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Die größten Branchen am Frankfurter Flughafen sind die Bereiche Spedition, Lager, Logistik, Hotel- und Gaststätten, der Bereich Sicherheit und der Einzelhandel. Foto und Copyright: Fraport AG  

 

Manch einer kennt sie noch und behält sie in guter Erinnerung, die jahrzehntelang aktive „Fachvermittlung für Luftfahrtberufe“ der damaligen Bundesanstalt für Arbeit. Die Zeiten ändern sich, und seit Oktober 2011 ist diese Spezialvermittlung aufgelöst. Aber noch immer kümmert sich die heutige Agentur für Arbeit an den drei Flughafenstandorten Frankfurt, München und Düsseldorf mit eigenen Büros nicht mehr nur um Luftfahrt- und Flughafenpersonal, sondern auch um alle anderen Arbeitsplätze, die an einem Flughafen zu besetzen sind.

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Schalter-Personal der Lufthansa. Foto und Copyright: Lufthansa  

 

Acht Mitarbeiter beackern zum Beispiel den Frankfurter Flughafen, darunter Arbeitsvermittler Holger Bausch. Er ist für die Arbeitgeberseite zuständig, also für Firmen, die neue Mitarbeiter am Rhein-Main-Flughafen suchen.

Die vier größten Branchen am Frankfurter Flughafen seien die Bereiche Spedition, Lager, Logistik, Hotel- und Gaststätten, der Bereich Sicherheit und der Einzelhandel, sagt Bausch. Die meisten Bewerbungen kämen dagegen für die Tätigkeitsfelder Check-in, Flugbegleiter und Piloten.

Zu Zeiten der Fachvermittlung führte Bausch eine eigene Kartei für Cockpitjobs. Heute gibt es diesen Service in der Form nicht mehr. Der Pilotenmarkt für neue Bewerber in Deutschland sei momentan schwach, ganz im Gegensatz zu etwa Indien, Südamerika oder den Emiraten, bedauert Bausch.

Wenigstens hellten sich die Aussichten in Deutschland wieder leicht auf. So suche etwa SunExpress Deutschland Piloten. Auch in der Türkei gebe es eine stärkere Nachfrage. Oft suchten die Airlines erfahrene Piloten mit mindestens 500 oder gar 1500 Flugstunden Erfahrung, die ein Anfänger noch nicht aufweise.

Als Alternative suchen die Arbeitsvermittler für Piloten Jobs als Dispatcher, Ramp Agent oder bei fachlich eng verwandten Unternehmen, wie der Flugplanungs- und Navigationskartenfirma Jeppesen.

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Airbus A380-800 der Lufthansa. Foto und Copyright: Lufthansa  

 

Extrem hoch sei zurzeit der Bedarf für Flugbegleiter im nahöstlichen Raum. So suche Emirates weltweit 3800 Flugbegleiter und habe dazu eine „Roadshow“ in Frankfurt veranstaltet. „Ich habe mich dort gefühlt wie bei Germany’s next Topmodel“, sagt Bausch. Er organisiert häufig Bewerbertage für Unternehmen, bei denen sich Arbeitgeber präsentieren können und zu denen auch registrierte Bewerber eingeladen werden, die sich persönlich vorstellen und ihre Bewerbungsmappen einreichen können.

Natürlich sind englische Sprachkenntnisse für Luftfahrtjobs wichtig, noch wichtiger seien aber gute Deutschkenntnisse, auch schriftliche, sagt Holger Bausch. Außerdem müsse man bereit zur Schichtarbeit sein, denn der Frankfurter Flughafen arbeite, trotz Nachtflugverbots, rund um die Uhr, und dies an 365 Tagen im Jahr. Noch eine Hürde ist die „ZUP“, die Zuverlässigkeitsüberprüfung. Es kann vier bis sechs Wochen dauern, bevor man einen Job im Sicherheitsbereich antreten darf.

Für einzelne Tätigkeitsfelder gibt es noch besondere Anforderungen. Wer zum Beispiel am Gepäckscanner sitzt, darf nicht rotgrünblind sein, denn er muss farblich markierte Verdachtsflächen auf dem Monitor sofort erkennen. Und wer auf dem Vorfeld arbeitet, muss den Lärm vertragen, der trotz Lärmschutz eine Belastung bleibt. Interessenten für Luftfahrtjobs empfiehlt Arbeitsvermittler Holger Bausch eine örtlich eingegrenzte Suche auf der Internet-Jobbörse der Agentur für Arbeit unter der Flughafen-Postleitzahl 60549 und mit der Umkreissuche-Einschränkung „fünf Kilometer“.

Link: Airport-Agentur Rhein-Main



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