19.11.2015
Erschienen in: 11/ 2015 FLUG REVUE

Berufe in der LuftfahrtAzubi-Plus bei Lufthansa Technik

Die Zahl der Auszubildenden bei der Luft­hansa Technik Gruppe ist dieses Jahr weiter gestiegen. Besonders angehende Fluggerätelektroniker waren gefragt.

fr 11-2015 Lufthansa Technik Ausbildung Triebwerk

Im Hauptwerk in Hamburg bildet Lufthansa Technik unter anderem Triebwerkstechniker aus. Foto und Copyright: Lufthansa Technik  

 

Zum Start des neuen Ausbildungsjahres begannen 157 Jugendliche bei der Lufthansa Technik Gruppe ihre Ausbildung oder ein duales Studium, zehn mehr als 2014. Insgesamt sind jetzt 560 junge Menschen bei Lufthansa Technik in Deutschland auf dem Weg in einen flugzeugtechnischen oder logistikorientierten Beruf.

Deutlich ausgebaut wurde das Angebot an Ausbildungsplätzen für Fluggerätelek­tro­ni­ker(innen). Mit insgesamt 36 neuen Auszubildenden trägt das Unternehmen der zunehmenden Bedeutung dieser Fachrichtung insbesondere im Frankfurter Wartungsbetrieb Rechnung. Neben der Weiterentwicklung der Flugzeuge selbst trägt auch der erhebliche Ausbau der Entertainment-Angebote im Flugzeug zu dieser Entwicklung bei.

Mit dem erstmaligen Angebot eines dualen Studiengangs zum Bachelor of Engineering in Zusammenarbeit mit der Hochschule Kaiserslautern wird ein Zeichen für den weiteren Ausbau des Engineerings bei Lufthansa Technik AERO Alzey gesetzt. Dort werden kleinere Jet- und Propellerturbinen-Triebwerke überholt. Nach dem stetigen Aufwuchs der Ausbildungsaktivitäten bei N3 Engine Overhaul Services sind in Arnstadt dagegen statt 18 diesmal nur zehn Azubis eingestellt worden. Allerdings ist das 50:50-Gemeinschaftsunternehmen mit Rolls-Royce zur Überholung von Triebwerken der Trent-Familie mit nun zusammen 53 Auszubildenden weiterhin ein bedeutender Ausbildungsstandort in der Gruppe. Gleiches gilt für Lufthansa Technik Logistik Services (LTLS), die wie schon im vergangenen Jahr mit 20 neuen Auszubildenden im Zukunftsberuf „Fachkraft für Lagerlogistik“ an den Start geht und nun insgesamt 52 Auszubildende zählt.

fr 11-2015 Lufthansa Technik Ausbildung

Besonders gefragt sind derzeit Fluggerätelektroniker. Hier werden den Azubis die wichtigsten Komponenten erklärt. Foto und Copyright: Lufthansa Technik  

 

Die größten Standorte sind Hamburg mit 78 Auszubildenden und Frankfurt mit 58. Gerade in der Hansestadt ist das Angebot breit gefächert: Die Fluggerätmechaniker der Fachrichtungen Instandhaltungstechnik (12), Triebwerkstechnik (12) und Fertigungstechnik (12) stellen zusammen mit den Fluggerätelektronikern (12) den Großteil der angebotenen Plätze. Des Weiteren begannen in diesem Jahr zwölf Werkzeugmechaniker und sieben Fachkräfte für Lagerlogistik. Hinzu kommen als akademische Berufe: drei Ingenieure Flugzeugbau (Bachelor of Engineering), zwei Ingenieure Elektrotechnik (Bachelor of Science), zwei Maschinenbau-Ingenieure (Bachelor of Science) sowie zwei Studierende der Mechatronik. Das Studium findet an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg statt.

In Frankfurt werden zwölf Fluggerätmechaniker der Fachrichtung Instandhaltungstech­nik, 24 Fluggerätelektroniker und zehn Fachkräfte für Lagerlogistik ausgebildet. In Kooperation mit der Hochschule Bremen starten vier Studierende ein duales Studium „Luftfahrtsystemtech­nik und -management für Wartungsingenieure“.

Der Frauenanteil unter den neuen Auszubildenden liegt im aktuellen Jahrgang bei 13 Prozent und damit zwei Prozentpunkte unter dem des Vorjahres. Dies sei ein klares Zeichen, nicht darin nachzulassen, gezielt Schülerinnen über die vielfältigen Möglichkeiten in den technischen Berufen zu informieren, so das Unternehmen. Bereits jetzt können sich Interessierte unter www.be-lufthansa.com/technik informieren und sich online für die Auswahlverfahren des Jahres 2016 bewerben. Dort finden sich auch Hinweise auf die rund 700 Praktikumsplätze, die das Unternehmen jährlich für Studenten im technischen und kaufmännischen Bereich anbietet.

FLUG REVUE Ausgabe 11/2015



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