22.05.2014
FLUG REVUE

BDLI-Umfrage zur Entwicklung des ArbeitsmarktsBedarf an Ingenieuren geht zurück

Alle zwei Jahre zur ILA führt der BDLI eine Umfrage zur Arbeitsmarktsituation in der Luft- und Raumfahrtindustrie in Deutschland durch. In diesem Jahr gab es überraschende Ergebnisse.

EADS Cassidian Testingenieur vor Monitor in weißem Kittel Foto EADS

Im nächsten Jahr wird die Zahl der benötigten Ingenieure in der Luft- und Raumfahrtbranche in Deutschland nur noch geringfügig steigen. Foto und Copyright: Airbus Group  

 

Mit dem stürmischen Aufbau der Ingenieurs- und Facharbeiterkapazitäten in der Luft- und Raumfahrtindustrie in den vergangenen Jahren in Deutschland wird es in den nächsten Jahren nicht weitergehen, so lautet das Ergebnis einer Umfrage, die der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) im Vorfeld der ILA durchgeführt hat. 59 Unternehmen haben an der Befragung teilgenommen. Sie beschäftigen derzeit über 101.000 Mitarbeiter, darunter 24,35 Prozent Frauen. Während 2013 noch 2389 Ingenieure von diesen Firmen eingestellt worden sind, so planen diese Firmen für 2014 nur noch 973 Neueinstellungen im laufenden Jahr und 875 Neueinstellungen in 2015. "Der Bedarf an Ingenieuren geht kontinuierlich nach unten", sagte Dr. Thomas Ehm, der die Arbeitsgruppe beim BDLI leitet. Allerdings ist das Bild in der Branche nicht einheitlich. 30 der befragten Unternehmen planen auch 2014 einen Aufbau ihrer Ingenieurskapazitäten, 25 planen keine Veränderung, während drei Firmen Kapazitäten abbauen wollen.

Sehr große Schwierigkeiten, ihren Bedarf an qualifizierten Ingenieuren zu decken, haben nach der Umfrage nur noch fünf Unternehmen. Der BDLI hat in die Befragung nicht nur Mitgliedsunternehmen eingebunden, sondern auch Firmen, die nicht Verbandsmitglied sind. Zum 31. Dezember 2013 waren in den Mitgliedsunternehmen des BDLI 105.500 Mitarbeiter beschäftigt, dies war ein Anstieg von 4,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 70 Prozent der Beschäftigten arbeiten in der zivilen Luftfahrt, 22 Prozent im Bereich Verteidigung und Sicherheit und die restlichen acht Prozent in der Raumfahrt.

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V. K. Thomalla



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