21.02.2016
Erschienen in: 01/ 2017 FLUG REVUE

Ausbildung für das Heron 1Die UAV-Piloten der Luftwaffe

In Afghanistan und nun auch in Mali setzt die Luftwaffe das unbemannte Überwachungssystem Heron 1 ein. Dafür müssen Piloten und Sensorbediener ausgebildet werden

fr 01-2017 Berufe Drohnenpilot Luftwaffe (1)

Ausbildung für das UAV Heron 1 bei der Luftwaffe. Foto und Copyright: Rheinmetall Defence  

 

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Unbemannte Fluggeräte haben zwar keinen Piloten an Bord, angesichts der langen Flugzeiten von militärischen Aufklärungsdrohnen ist der Personalaufwand im Einsatz dennoch hoch. So sind für die drei von der Luftwaffe in Afghanistan verwendeten IAI Heron 1 ständig 14 Piloten, die Air Vehicle Operators, vor Ort; als zweites Einsatzgebiet kam jüngst noch Mali dazu. Das bedeutet also, dass nach wie vor Heron-Crews ausgebildet werden müssen. Für die Aufgabe werden Offiziere des Fliegerischen Diens­tes (Luftfahrzeugführer) und Feldwebel oder Offiziere (Tactical Operators) umgeschult.

Die Ausbildung findet generell beim Hersteller auf dem Flugplatz Ein Shemer in Israel statt. IAI hat an seiner Akademie schon über 80 Piloten und mehr als 50 TacOps für die Bundeswehr geschult. Dazu kamen viele Techniker der Airbus-Tochterfirma ADAS (Airbus DS Air-borne Solutions). Das Trainingsprogramm dauert knapp elf Wochen und gliedert sich in zwei große Abschnitte. Zunächst steht ein intensiver Theoriekurs von etwa vier Wochen an. In dessen Verlauf werden die Schüler mit dem komplexen Aufbau der Kontrollstation und des ferngesteuerten Luftfahrzeuges vertraut gemacht und erlernen die Bedienung der Hard- und Software.

Auf die Theorie folgt die Praxisphase. Für diesen Teil werden Luftfahrzeugführer (RPA-Führer) und Nutzlastbediener (Tactical Operator) voneinander getrennt unterrichtet, sodass das Training optimiert durchgeführt werden kann. Wie in der Fliegerei üblich, beginnt der Abschnitt mit einer Simulatorphase, in der man praktische Erfahrung und Handlungssicherheit im Umgang mit dem Luftfahrzeug und den jeweiligen Sensoren erlangt. Neben der normalen Bedienung erlernt man hier auch das Abhandeln der Notverfahren, die im Betrieb eines Luftfahrzeuges notwendig werden können.


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