20.11.2014
FLUG REVUE

Berufe am Luftfahrtstandort HamburgIndustrie sucht Nachwuchs ab der 8. Klasse

Ein neues Hamburger Pilotprojekt will Schülern ab der 8. Klasse praktische Eindrücke von den anspruchsvollen Berufen im Luftfahrtsektor bieten. Wer Gefallen daran findet, kann direkt weiterführende Kontakte in die Industrie nutzen und Anschlusspraktika und Ausbildungswege vereinbaren.

Airbus_A320_Endmontage_Hamburg_Seitenleitwerk

In den Bereichen Flugzeugbau, das Foto zeigt die A320-Endmontage in Finkenwerder, und Wartung und Instandhaltung gibt es zahlreiche interessante Berufsfelder und Karrieremöglichkeiten, über die in Hamburg nun schon Schüler ab der 8. Klasse informiert werden. Foto und Copyright: Airbus  

 

Hamburger Stadtteilschulen, die Unternehmen Airbus, Lufthansa Technik und das "Hamburg Centre of Aviation Training" (HCAT) hätten gemeinsam das Pilotprojekt „Berufsorientierung Luftfahrt“ gestartet, teilte die Inititiative Hamburg Aviation mit. Das Hamburger Pilotprojekt biete die Möglichkeit, bereits ab der 8. Klasse Praxiserfahrungen in luftfahrttechnischen Berufen zu sammeln. Auszubildende von Airbus und Lufthansa Technik besuchten im Projekt „Berufsorientierung Luftfahrt“ die Schulen und erzählten von ihren Aufgaben. Anschließend könnten Schülerinnen und Schüler am Hamburg Centre of Aviation Training (HCAT) Arbeitsprozesse selbst ausprobieren. Dabei bestehe die Option, sich dann in persönlichen Beratungsgesprächen über vertiefende Praktika und Ausbildungswege zu informieren.

Das Pilotprojekt „Berufsorientierung Luftfahrt“ starte mit sechs Hamburger Stadtteilschulen, in denen Auszubildende von Airbus und Lufthansa Technik in den beteiligten Klassen aus den Bereichen Fluggerätmechanik und Fluggerätelektronik berichten. Im Anschluss fänden zwei Praxisveranstaltungen im Hamburg Centre of Aviation Training (HCAT) statt. Hier könnten sich die Schülerinnen und Schüler unter fachmännischer Anleitung von Ausbildern der Lufthansa Technical Training selbst erproben und berufstypische Tätigkeiten durch selbst hergestellte Werkstücke ausführen. In einem dritten Schritt lernten sie durch einen Betriebstag bei Airbus und Lufthansa Technik die vorgestellten Berufsfelder in den jeweiligen Unternehmen kennen.

Airbus und Lufthansa Technik böten jedem Teilnehmenden an, sich anschließend ausführlicher über konkrete Zukunftsperspektiven zu informieren. Eine Verpflichtung entstehe nicht. Optionale Folgeschritte seien Betriebspraktika in den Unternehmen im Laufe der 9. Klasse, sowie ein anschließendes Aufbaupraktikum mit integriertem Einstellungstest für den Übergang in die betriebliche Ausbildung bei Airbus oder Lufthansa Technik.

Das unter Federführung der Behörde für Schule und Berufsbildung in Kooperation mit Airbus und Lufthansa Technik und der Wirtschaftsbehörde entwickelte Pilotprojekt „Berufsorientierung Luftfahrt“ sei das jüngste Produkt aus dem Bildungs-„Think Tank“ des Hamburger Luftfahrtclusters, dem Hamburg Centre of Aviation Training (HCAT). Ziel des HCAT ist es, Schulen, Hochschulen und ansässige Luftfahrt-Unternehmen im Rahmen der Fachkräfteentwicklung stärker institutionell zu verzahnen. Mit dem HCAT-Gebäude auf dem Gelände der Staatlichen Gewerbeschule für Fertigungs- und Flugzeugtechnik in Borgfelde wird zudem ein weltweit einmaliger gemeinsamer Campus für die praktische Ausbildung betrieben, der auch im neuen Berufsorientierungsprojekt gezielt eingebunden wird.



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