14.09.2014
Erschienen in: 09/ 2012 FLUG REVUE

Der harte Weg an die SpitzeLinienpilot

Der Weg zum Traumjob des Piloten ist lang und oft steinig. Das große Lernpensum und die Finanzierung der teuren Ausbildung sind hohe Hürden.

Boeing 787 Cockpit Simulator

Ständige Weiterbildung und Überprüfungsflüge im Simulator gehören zum Alltag von Linienpiloten. Foto und Copyright: Boeing  

 

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Langsam schiebt der Kapitän die Schubhebel der A380 in die Raste „Flex“ und gibt den riesigen Triebwerken Zeit, auf die nötige Startdrehzahl zu kommen. Dann rollt der gewaltige Vierstrahler mit der Leistung von 3500 Mittelklasse-Pkw immer schneller über die Startbahn und erhebt sich völlig mühelos in den Nieselregen. Nach wenigen Minuten durchbricht das Flugzeug die Wolkendecke und fliegt bei perfekter Sicht die nächsten Stunden im strahlenden Sonnenschein zu fernen Kontinenten.

Die Romantik des Fliegens - es gibt sie auch noch im Zeitalter des Autopiloten und der elektronischen Flugsteuerung. Auch heute, wo die Linienluftfahrt keine technische Pioniertat mehr ist, sondern ein alltägliches Rückgrat des globalen Massenverkehrs und des Welthandels.

Piloten steuern Flugzeuge, die schnell dreistellige Millionenwerte erreichen. Ihnen vertrauen sich jeden Tag hunderte von Fluggästen an, die sicher, schnell und pünktlich an ihren Zielort kommen wollen. Deswegen ist Zuverlässigkeit eine der wesentlichen Charaktereigenschaften. Nur wenn ein Pilot diszipliniert im Rahmen komplexer Vorgaben arbeitet, erreicht er die volle Sicherheit und Effizienz. Dabei funktioniert eine Cockpitcrew nur im arbeitsteiligen Verbund. Jeweils ein Pilot steuert, der andere überwacht und unterstützt. Jeder Pilot kann beide Aufgaben übernehmen. Einzelkämpfer sind hier nicht gefragt, sondern Teamplayer.

Seit Beginn des Jet-Zeitalters verdoppelt sich etwa alle 15 Jahre das weltweite Luftverkehrsaufkommen. Laut nahezu übereinstimmender Vorhersagen von Airbus und Boeing übersteigt im globalen Maßstab die Nachfrage nach Piloten das Angebot bei Weitem. Boeing erwartet zum Beispiel alleine für Europa bis zum Jahr 2031 einen Bedarf von 109000 neuen Piloten, weltweit, vor allem dank Asien, sogar von 460000. Immer mehr Flugzeuge werden bestellt und produziert.


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www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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