20.02.2015
FLUG REVUE

Berufschancen in den GolfstaatenLockruf der Wüste

Sie brauchen Ingenieure, Techniker, Piloten, Verwaltungsleute: Airlines und Luft- und Raumfahrtfirmen am Persischen Golf suchen im Ausland Personal für ihre Expansion. Besonders gute Chancen haben Deutsche.

Emirates A380 am Concourse A in Dubai

Der Bereich Concourse A am Terminal 3 in Dubai wird ausschließlich durch Airbus A380 von Emirates genutzt. Foto und Copyright: Emirates  

 

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Selbst 2008 und 2009, als fast überall die Luft- und Raumfahrtunternehmen die Produktion herunterfuhren und Airlines Flugzeuge stilllegten, zog man in den Staaten rund um den Persischen Golf die ehrgeizigen Expansionspläne durch. Vor allem in den Vereinigten Arabischen Emiraten gilt die Luft- und Raumfahrt neben dem Tourismus als strategische Schlüssel-industrie für das 21. Jahrhundert. Sie soll die Abhängigkeit vom Ölexport schmälern – und wird entsprechend mit Milliardenbeträgen aufgebaut und protegiert. Folge: Viele aufstrebende Nahost-Carrier und Luftfahrtfirmen suchen – zum Teil händeringend – qualifiziertes Fachpersonal, vor allem im Ausland. Besonders hoch, sagen Fachleute, sei die Nachfrage nach Ingenieuren, Technikern, Piloten sowie Marketing- und Sales-Spezialisten.

Beispiel Dubai Aerospace Enterprise (DAE): Der Konzern will mit seinen Geschäftsfeldern Finanzierung, Ingenieursdienstleistungen, Flughafenbau, Services und Produktion innerhalb von zehn Jahren zum Global Player aufsteigen; der Businessplan sieht Investitionen von 15 Milliarden US-Dollar vor. Die Personaldecke soll von derzeit einigen Tausend auf 30.000 Beschäftige anwachsen. Neue Jobs würden unter anderem in den Bereichen Ingenieurswesen, Produktion, Maintenance, Operations und IT-Dienstleistungen entstehen, teilt das Unternehmen mit. Auch die staatliche Mubadala Development Company aus Abu Dhabi hat sich unter anderem am renommierten schweizerischen Wartungs- und Instandsetzungbetrieb SR Technics beteiligt, hält für ihre Aerospace-Sparte Ausschau nach ausländischen Fachkräften.


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