08.03.2014
FLUG REVUE

Wolken, Wind und WetterMeteorologe in der Luftfahrt

Wetterphänomene sind bis heute die Ursache für etwa 40 Prozent aller Flugunfälle. Das zeigt die große Verantwortung der Meteorologen für richtige Informationen an Jetpiloten wie Ballonfahrer.

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Dass es an einem Flughafen wie dem Köln Bonn Airport eigentlich gar keine Flugmeteorologen gibt, erklärt Olaf Stock, der stellvertretende Leiter der dortigen Flugwetterwarte, damit, dass jene sich eher mit der Großwetterlage und der Klimaforschung befassen. Ihr Arbeitsplatz ist zentralisiert, wie zum Beispiel bei der Luftfahrtberatungszentrale in Essen, wo vorwiegend Angestellte des höheren Dienstes beschäftigt sind.

„Wir am Flughafen Köln/Bonn gehören zum mittleren Dienst“, sagt Olaf Stock, „und wir befassen uns mit der Wetterbeobachtung und dem Wetterfachdienst am Infomet-Telefon.“ Für jeden dieser Bereiche ist pro Schicht ein Mitarbeiter zuständig, was bedeutet, dass die Flugwetterwarte üblicherweise nur mit zwei Kollegen besetzt ist. „Früher haben hier bis zu 35 Kollegen gleichzeitig gearbeitet, und die Piloten kamen noch persönlich zum Briefing“, erinnert sich Stock fast wehmütig. Heute indessen ist die Arbeit weitgehend automatisiert, und die Wetterinformationen für die Crews werden per Internet oder Fax übermittelt.

Trotz aller elektronischen Sensoren kann man jedoch nicht auf den Menschen verzichten. So sitzt rund um die Uhr ein Mitarbeiter an einem bevorzugten Platz, von dem aus er jene Bereiche genau beobachten kann, in denen auf beiden Bahnen die Flugzeuge starten oder landen. Dieser Wetterbeobachter gibt den Kollegen der Flugsicherung Auskunft über die aktuelle Situation an den Bahnen, und auf der Grundlage dieser Wettermeldungen wird entschieden, auf welcher Bahn und für welche Flugzeuge Starts oder Landungen im aktuellen Zeitfenster möglich sind.


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Matthias Gründer



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