24.02.2015
Erschienen in: 07/ 2014 FLUG REVUE

FlugsicherheitVerwaltungsfachangestellter beim Luftfahrt-Bundesamt

Das Luftfahrt-Bundesamt verwaltet die deutsche Luftfahrt. Es hat ein ganzes Bündel an Aufgaben, die zum großen Teil mit der EASA abgestimmt werden müssen.

Das Luftfahrt-Bundesamt (LBA) ist eine Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr. Es ist mit einer Vielzahl von unterschiedlichen Aufgaben rund um die Luftfahrt betraut. Nach eigenen Angaben fällt in den Aufgabenbereich des LBA unter anderem die Genehmigung und Überwachung von nationalen Entwicklungsbetrieben, Herstellungsbetrieben, Instandhaltungsbetrieben, technischen Diensten von gewerblichen Luftfahrtunternehmen und Ausbildungsbetrieben für technisches Personal.  In Zusammenarbeit mit der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) sowie in Eigenverantwortung kümmert sich das LBA auch um die Überwachung von Musterprüfungen und Musterzulassungen, um die Prüfung der Lufttüchtigkeit, um Instandhaltungsprogramme, um flugbetriebliche Genehmigungen, um die Durchführung von Ramp Checks an ausländischen Luftfahrzeugen auf deutschen Flughäfen, um die Verkehrszulassung von Luftfahrzeugen sowie um die theoretischen und praktischen Prüfungen zum Erwerb der Instrumentenflugberechtigung und von Erlaubnissen für Verkehrsflugzeugführer. Damit ist aber nur ein Teil der Aufgaben des LBA beschrieben, die zeigen, dass das Amt nicht nur Schreibtischjobs, sondern durchaus  auch interessante Arbeitsplätze mit direktem Kontakt zu Luftfahrzeugen bietet.

Sicher gibt es auch typische Verwaltungstätigkeiten beim LBA, wie zum Beispiel das Führen der Luftfahrzeugrolle, in der alle zivilen in Deutschland zum Verkehr zugelassenen Luftfahrzeuge verzeichnet sind. Die Mitarbeiter in dieser Abteilung tragen neue Luftfahrzeuge ein, teilen ihnen Kennzeichen zu und löschen nach dem Verkauf beziehungsweise nach dem Verschrotten das jeweilige Luftfahrzeug wieder aus der Luftfahrzeugrolle. Am 31. Dezember 2013 waren beim LBA über 21 000 Exemplare registriert. Hierbei sind beispielsweise die Ultraleichtflugzeuge nicht berücksichtigt, denn sie werden als Luftsportgeräte von den Verbänden DAeC und DULV betreut, obwohl sie ein hoheitliches D-Kennzeichen führen.

Deutlich mehr direkten Kontakt zu Flugzeugen und Luftfahrtpersonal hat die sogenannte Task Force des LBA, die ausländische Luftfahrzeuge auf deutschen Flughäfen auf Sicherheitsmängel kontrolliert. Diese LBA-Mitarbeiter tauchen unangekündigt auf den deutschen Airports auf und kontrollieren nicht nur die Papiere der Luftfahrzeuge und ihrer Besatzungen, sondern auch den technischen Zustand. Bei schwerwiegenden Sicherheitsmängeln haben sie die Möglichkeit, ein Flugzeug am Start zu hindern, bis die Mängel abgestellt worden sind. 2013 fanden 1641 solcher Ramp Checks statt.

Das Luftfahrt-Bundesamt hat seinen Sitz in Braunschweig, unterhält aber auch Außenstationen an verschiedenen deutschen Verkehrsflughäfen, zum Beispiel in Frankfurt, München, Hamburg, Stuttgart und Düsseldorf. Um diese Vielzahl von Aufgaben zu erledigen, benötigt die Behörde Mitarbeiter, die sich sowohl auf der Verwaltungsebene gut auskennen, als auch solche, die in Luftfahrtdingen fachlich versiert sind. Als Voraussetzung für eine Tätigkeit bei Deutschlands oberster Luftfahrtbehörde erwartet diese eine Ausbildung im Luftfahrtbereich sowie Berufserfahrung in der Luftfahrt. Bewerber sollen nach LBA-Angaben „motiviert sein, ausgezeichnete Englischkenntnisse besitzen und die Bereitschaft mitbringen, in internationalen Teams mitzuarbeiten“. Häufige dienstliche Reisen sollten den Bewerbern keine Schwierigkeiten bereiten, schreibt die Personalabteilung der Behörde. Das LBA beschäftigt momentan rund 650 Mitarbeiter. Die Gehälter sind im Durchschnitt niedriger als in der Luftfahrtindustrie oder bei den Airlines, entsprechen aber der Entlohnung im öffentlichen Dienst und werden – abhängig von der Aufgabe und Planstelle – durch Zulagen attraktiver.

FLUG REVUE Ausgabe 07/2014

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Volker K. Thomalla



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