14.09.2014
Erschienen in: 09/ 2013 FLUG REVUE

Jobporträt: Der Strömung auf der SpurWissenschaftler beim DLR untersucht Wirbelschleppen

Das DLR bietet als Forschungseinrichtung auch Arbeitsplätze mit ausgefallener Jobbeschreibung. Dr. Frank Holzäpfel zum Beispiel kümmert sich in der Abteilung Wolkenphysik und Verkehrsmeteorologie darum, das Verhalten von Wirbelschleppen zu verstehen und vorherzusagen.

Frank Holzäpfel, DLR, Protrait 2013

Dr. Frank Holzäpfel vom DLR kümmert sich in der Abteilung Wolkenphysik und Verkehrsmeteorologie darum, das Verhalten von Wirbelschleppen zu verstehen und vorherzusagen(Foto: DLR).  

 

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„Schon während meiner Promotion war mir der Name Schumann als Koryphäe auf dem Ge-biet der Strömungssimulation wohl vertraut“, erinnert sich Dr. Frank Holzäpfel an den ehemaligen Direktor des Instituts für Physik der Atmosphäre, Professor Ulrich Schumann. Da kam eine Stellenanzeige gerade richtig. In der DLR-Abteilung Wolkenphysik und Verkehrsmeteorologie wurde ein Wissenschaftler gesucht, der „ein effizientes mathematisch-physikalisches Modell zur Berechnung der Lebensdauer von Wirbelschleppen hinter Flugzeugen“ aufbauen sollte.

Der frischgebackene Doktor sah die Möglichkeit, die Erkenntnisse seiner Promotionsarbeit zu hochturbulenten Wirbelströmungen in Brennkammern nun in der Luftfahrt auf Flugzeug-Wirbelschleppen anzuwenden. „Mir waren Inhalte immer schon wichtiger als der materielle Verdienst“, sagt Holzäpfel. Und genau mit diesen Inhalten lockte die vakante Stelle in Oberpfaffenhofen. Holzäpfel war sich schnell einig mit Professor Schumann.

„Wenn man jemandem zum Beispiel auf einer Party erzählt, dass man sich mit Turbulenzen in Brennkammern beschäftigt oder dass meine Dissertation den Titel ‚Turbulenzen freier und eingeschlossener Drehströmungen‘ trägt, dann können Sie darauf wetten, dass das Gespräch nach zwei Minuten beendet ist“, erzählt der 51-jährige Wissenschaftler und zieht die Augenbrauen hoch. Da ist das Thema Wirbelschleppen schon viel plastischer. Auch das hat ihn dazu bewegt, aus der Brennkammer an die frische Luft zu gehen: „Es ist ein greifbares Thema, das jeden betrifft, da es um die Sicherheit, um Menschenleben im Luftverkehr geht.“


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M. KAMIN/KS


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