15.07.2010
FLUG REVUE

ATPL Theoriewissen aufgefrischt Intro Allgemeine NavigationATPL Theoriewissen aufgefrischt: Allgemeine Navigation

Nur auf der Karte ist der Weg von A nach B ein simpler Strich. Was sich dahinter verbirgt, dass Karte nicht gleich Karte ist, und viele weitere Elemente streift das Thema Allgemeine Navigation.

Allgemeine Navigation hat ihre Wurzeln in der Seefahrt und reicht bis in die Landvermessung des Alten Ägypten zurück. Das lässt manchen ATPL-Aspriranten erschaudern, wenn sich Themen in diesem Theoriefach an Schulastronomie, die Grundlagen einer Kalenderfabrik oder Seefahrt vor dem GPS-Zeitalter erinnern.

In kaum einem anderen Fach hat Luftfahrt soviel aus der maritimen Verwandschaft übernommen, wie bei der Navigation. Das macht in vielen Feldern auch Sinn: Schließlich bewegen sich beide Fraktionen oft abseits von Referenzpunkten. Drift trifft beide Verkehrsmittel. Im Gegensatz zur Fortbewegung auf festem Land müssen Luft- ebenso wie Seefahrer die Bewegung des Trägermediums im Hinterkopf behalten und in die Pläne mit einbeziehen.

Bei allen Gemeinsamkeiten gibt es aber auch wesentliche Unterschiede: In der Seefahrt hatten Navigatoren meist viel Zeit, um sich am Kartentisch mit den Berechnungen zu Position und Kurs zu beschäftigen. Ein Luftfahrzeug bewegt sich mehrere Dutzend mal schneller als ein Schiff. Entsprechend anspruchsvoll wurden die Hürden bei der Navigation. 

Dass sich die kugelrunde Erde nur sehr widerwillig auf einem platten Blatt Papier abbilden lässt, wird bei Kartenkunde deutlich. Mit Lambertscher Schnittkegel-Projektion, Mercatorprojektion und ähnlichen Verfahren sind Hilfskonstruktionen entstanden, die ein ungefähr zutreffendes Abbild schaffen sollen. Wo dieses nicht passt, lernt der ATPL-Aspirant gleich mit.

Ein wichtiges Instrument in der Navigation ist der Flight Computer oder "Drehmeier". Auf den ersten Blick verwirrend, ist dieses Gerät aber später eine praxistaugliche Rechenhilfe und als Backup geeignet. Zudem ist der Drehmeier äüßerst genügsam und sticht spätestens beim Thema Batteriewechsel jeden elektronischen Taschenrechner aus.

Stures Auswendigleren ist bei der Navigation fehl am Platze. Dazu lassen sich die Verfahren viel zu sehr in der Prüfung variieren. Andererseits biete die Navigation auch den Vorteil, dass es immer wieder die gleichen Grundlagen sind. Die Erde hat 360 Längen- beziehungsweise Breitengrade und mit einem gewissen Grundstock an Formeln lassen sich die Aufgaben lösen. Tückisch sind nur die Einheiten - ob zum Beispiel in Meilen oder Kilometern gerechnet werden soll.

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flugrevue.de / Heiko Stolzke



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