15.07.2009
FLUG REVUE

Luftfahrtindustrie bildet trotz Flaute weiter auf Rekordniveau ausDeutsche Luftfahrtindustrie bildet weiter auf Rekordniveau aus

Trotz der momentanen Branchenflaute setzt die deutsche Luftfahrtindustrie weiter darauf, hoch qualifizierte Fachkräfte zu halten und neue Auszubildende zu gewinnen.

Die Unternehmen aus der Luftfahrtindustrie investierten derzeit ins Personal, um nach der Flaute wieder gestärkt durchzustarten, teilte die "Initiative Luftfahrtstandort Hamburg" heute nach einer Branchenumfrage mit. 

Die Branche habe aus dem wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2001 gelernt. Damals hätten viele Betriebe hoch qualifizierte Mitarbeiter entlassen. Diese hätten ihnen jedoch beim nachfolgenden Konjunkturaufschwung gefehlt.

Bei der Lufthansa Technik-Gruppe in Hamburg und bei Airbus
liege die Zahl der neuen Auszubildenden, trotz ökonomischer Turbulenzen, auf Rekordniveau. Selbst die Betriebe, die Kurzarbeit angemeldet hätten, nutzten die Gelegenheit und qualifizierten mit finanzieller Unterstützung der Agentur für Arbeit ihre Mitarbeiter.

In einer Umfrage von Hanse-Aerospace e. V., dem größten deutschen Verband von kleinen und mittelständischen Unternehmen der Luft- und Raumfahrtindustrie, hätten knapp 70 Prozent der Mitglieder geäußert, dass sie ihre Mitarbeiter halten könnten. Jeder dritte Betrieb baue sogar Personal auf, sechs Prozent sogar in größerem Umfang. 33 Prozent der Befragten investieren laut der Umfrage verstärkt in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter.

Insgesamt schätzten 72 Prozent der Zulieferer ihre gegenwärtige wirtschaftliche Situation als "mittel" bis "sehr gut" ein. Die finanzielle Situation habe sich seit Anfang 2008 bei 17 Prozent sogar verbessert.

Wie groß der Bedarf an Nachwuchskräften sei, sehe man vor allem an den Ausbildungszahlen der großen Ankerunternehmen am Luftfahrtstandort Hamburg. Airbus bleibe dabei, jedes Jahr die Zahl der Ausbildungsplätze um fünf Prozent zu steigern. 167 junge Frauen und Männer fingen in diesem Jahr ihre Ausbildung bei dem Flugzeughersteller in Hamburg an. Auch Lufthansa Technik befinde sich in diesem Jahr mit 169 Ausbildungsplätzen auf Rekordniveau.

Diejenigen, die bereits in der Luftfahrtbranche Fuß gefasst hätten, sich aber in Kurzarbeit befänden, könnten die Zeit nutzen, um sich weiterzubilden. Die Agentur für Arbeit übernehme Sozialversicherungsbeiträge, Lehrgangskosten, Fahrkosten und weitere notwendige Leistungen der Weiterbildung.




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