05.03.2010
FLUG REVUE

A400M: Kunden zahlen 3,5 Milliarden Euro mehr

Nach endlosem Gerangel haben sich die Kundenländer und EADS heute in Berlin über die Grundsätze der Finanzierung des A400M und damit über die Fortsetzung des Programms geeinigt.

Die jetzt genannten Zahlen unterscheiden sich nicht von dem, was in den letzten Tagen schon gerüchteweise bekannt geworden ist. Demnach wird der Festpreisvertrag von 20 Milliarden Euro um 2 Mrd. Euro erhöht und die Abnehmer verzichten auf alle Vertragsstrafen für „aktuelle Verzögerungen“ (also eventuell  nicht für künftige).

Eine zusätzlichen Summe in Höhe von 1,5 Mrd.Euro wird bereit gestellt, wobei die Länder aber im Gegenzug an künftigen Exportaufträgen beteiligt zu werden (Export Levy Facilities). EADS erhält von 2010 bis 2014 zudem beschleunigt Vorabzahlunge (Pre-Delivery Payments). Ein neuer Zeitplan wird entsprechend im angepassten Vertrag festgelegt werden.

Laut Verteidigungsministerium hat man sich bezüglich des Zeitplans für die Auslieferung und der technischen Leistungsparameter des A400M ebenfalls geeinigt. Die Auslieferung der ersten Maschine für Deutschland ist für 2014 vorgesehen. Im Bereich der Zuladung des A400M sei sichergestellt, dass die vorgesehen Systeme wie beispielsweise der Schützenpanzer Puma transportiert werden können.

EADS hat das bestehende Angebot der Kundennationen, das noch unter Vorbehalt der jeweiligen nationalen Billigung steht, angenommen. Dies beinhaltet im Wesentlichen eine Preiserhöhung von insgesamt zwei Milliarden Euro und Exportkredite in Höhe von 1,5 Milliarden Euro.

Die detaillierte Anpassung des Vertrags wird in den kommenden Wochen erfolgen, so das Ministerium. Die jetzt gefundene Lösung muss noch von den nationalen Stellen gebilligt werden.

Auf Grundlage dieser Einigung hat EADS die Schätzung der Umsätze und Kosten bei Fertigstellung (Estimate at Completion – EaC) aktualisiert sowie eine Risikobewertung vorgenommen. Die vom EADS-Verwaltungsrat überprüfte Schätzung führt zu einer Erhöhung der A400M-Verlustrückstellung um € 1,8 Mrd. vor Steuern für das Gesamtjahr 2009.

Das Cash-Flow-Profil des A400M-Programms für die kommenden Jahre muss in den Verhandlungen zur Vertragsänderung noch festgelegt werden. Alle Parteien sind jedoch gewillt, negative Cash-Flow-Auswirkungen so weit wie möglich zu reduzieren, so EADS.



Weitere interessante Inhalte
Frankreich, Großbritannien und Spanien Servicevertrag für A400M unterzeichnet

07.12.2016 - Airbus Defence and Space hat einen langfristigen GUnterstützungsvertrag für den neuen A400M-Transporter mit Großbritannien, Frankreich und Spanien unterzeichnet. … weiter

Restrukturierung der Airbus-Konzernspitze Enders schließt betriebsbedingte Kündigungen nicht aus

05.12.2016 - Airbus-Konzernchef Tom Enders hat im Rahmen der Umstrukturierungen betriebsbedingte Kündigungen nicht ausgeschlossen. … weiter

Airbus Defence and Space Spanien übernimmt seine erste A400M

17.11.2016 - Die spanischen Luftstreitkräfte haben heute formell ihren ersten A400M-Transporter in Empfang genommen. Er wird in Saragossa stationiert. … weiter

Lufttransporter demonstriert Tankerrolle Airbus A400M betankt zweite A400M

14.11.2016 - Ein Airbus A400M-Transporter hat bei zwei Testflugreihen über Sevilla mehr als 50 Tankkontakte mit einer zweiten A400M im Geradeaus- und Kurvenflug aus der mittleren Tankposition demonstriert. … weiter

Europas neuer Militärtransporter Airbus A400M: Die aktuellen Nutzer

15.09.2016 - Der Militärtransporter A400M von Airbus Defence and Space ist ein viermotoriger Schulterdecker mit Turboprop–Triebwerken. Bisher haben acht Kundennationen insgesamt 174 Flugzeuge bestellt. … weiter


  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

FLUG REVUE 12/2016

FLUG REVUE
12/2016
07.11.2016

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- Neue Junkers F 13 fliegt
- Dreiteilung airberlin
- Flughafen Lyon
- Erprobung Pilatus PC-24
- Wonsan Air Festival
- Brennstoffzellen im Alltagstest
- Extra Raumfahrt

aerokurier iPad-App