23.11.2015
FLUG REVUE

Rotes Kreuz Feldkirchen übernimmt Airbus-GesundheitsstationAirbus Foundation stiftet mobiles Feldlazarett für Flüchtlinge

Die gemeinnützige „Airbus Foundation“ hat dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) eine mobile Gesundheitsstation gestiftet. Sie dient der medizinischen Versorgung der in Feldkirchen bei Straubing (Niederbayern) untergebrachten Flüchtlinge.

Airbus Stiftung Gesundheitsstation Feldkirchen Übergabe Zelt

Die Airbus-Sparte "Airbus Defence and Space" hat ein mobiles, medizinisches Betreuungszentrum für die Flüchtlingshilfe konzipiert und über die gemeinnützige Stiftung des Konzerns an das Rote Kreuz übergeben. Foto und Copyright: Airbus  

 

Die vom Deutschen Roten Kreuz betriebene Station ermögliche die medizinische Versorgung von bis zu 5000 Menschen, teilte Airbus am Freitag mit. Zwei Ärzte, sechs Krankenschwestern und zwei Sanitäter arbeiteten in der Einrichtung. Mithilfe der Station könne das Deutsche Rote Kreuz in Feldkirchen das gesamte medizinische Spektrum anbieten, von der Behandlung kleinerer Verletzungen bis zur notfallmedizinischen Versorgung der bis zu 5000 Flüchtlinge, die derzeit im Camp untergebracht seien.

Die mobile Gesundheitsstation wurde von der Airbus-Sparte Airbus Defence and Space hergestellt. Das geschlossene, eigenständig nutzbare System benötigt lediglich eine Frischwasserzufuhr. Hauptelemente sind ein Stationscontainer und zwei Zelte. Die drei Elemente werden zu einer großen Einheit verbunden. Im Container erfolgt die medizinische Grundversorgung. Das Personal-Ruhezonen-Zelt ist mit Betten ausgestattet und kann sowohl von Patienten als auch vom Sanitätspersonal zum Ausruhen und Übernachten genutzt werden.

„Das Deutsche Rote Kreuz steht momentan bei der Betreuung von Flüchtlingen vor gewaltigen Herausforderungen. Deshalb sind wir sehr dankbar für die großzügige Unterstützung der Airbus Stiftung“, sagte Johannes Richert, stellvertretender Generalsekretär des Deutschen Roten Kreuzes, bei der Übergabe der Gesundheitsstation. „Gegenwärtig betreut das Rote Kreuz bundesweit mehr als 140.000 Flüchtlinge in mehr als 440 Notunterkünften. Zusätzlich betreibt der DRK-Bundesverband im Auftrag der Bundesregierung zwei Unterkünfte mit einer Kapazität von jeweils bis zu 5000 Plätzen als Wartebereich, in denen ankommende Flüchtlinge kurzfristig untergebracht werden können. Mit dieser Gesundheitsstation können wir die gesundheitliche Betreuung für die im Camp Feldkirchen ankommenden Flüchtlinge entscheidend verbessern.“ 

Verschiedene Standorte der Airbus Group in Deutschland haben lokale Initiativen ins Leben gerufen, um Flüchtlingen zu helfen. So wurden unter anderem Decken und Regencapes für Flüchtlinge in der Nähe des Konzernstandortes in Taufkirchen/Ottobrunn gespendet und in Hamburg verschiedenste Hilfsgüter für Flüchtlinge sortiert. In München unterstützt der Konzern gemeinsam mit anderen Unternehmen den Aufbau eines Integrationszentrums für deutsche Studierende und junge Flüchtlinge.

Die Spende folgt einer gemeinsamen Absichtserklärung zwischen dem Konzern und der internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC). Sie wurde vor drei Tagen von IFRC-Generalsekretär Elhadj As Sy und dem Vorsitzenden der Airbus Stiftung, Tom Enders, unterzeichnet. Im Rahmen dieser Erklärung vereinbarten beide Parteien, ihre langjährige Partnerschaft weiter auszubauen. Die Partnerschaft soll um zusätzliche Technologien, Produkte und Dienstleistungen aus dem Portfolio der Airbus Group erweitert werden. Dazu gehören beispielsweise Satellitentechnologien für eine noch effizientere Kooperation der IFRC und der Airbus Stiftung bei humanitären Hilfseinsätzen.

„Die Airbus Stiftung stellt nicht nur bewährte Produkte wie Flugzeuge, Hubschrauber oder diese mobile Gesundheitsstation für humanitäre Hilfsmaßnahmen bereit“, sagte Andrea Debbane, Geschäftsführerin der Airbus Stiftung. „Zusammen mit der IFRC bewerten wir auch zukunftsträchtige, für humanitäre Einsätze relevante Technologien, wie etwa 3DDrucker, biometrische Scanner oder intelligente Sensoren. Darüber hinaus untersuchen wir Möglichkeiten wie den gegenseitigen Mitarbeiteraustausch und Schulungen.“

Die „Airbus Foundation“ wurde von Airbus, Airbus Helicopters und Airbus Defence and Space als beitragenden Mitgliedern gegründet. Vorsitzender der Stiftung ist Tom Enders, Vorstandsvorsitzender der Airbus Group. Als Organisation für das gemeinnützige Engagement des Unternehmens mobilisiert die Stiftung die Ressourcen, Luft- und Raumfahrtprodukte, Kompetenzen sowie die vielfältige Belegschaft und die Innovationskultur des Konzerns zur Linderung gesellschaftlicher Probleme. Die Stiftung unterstützt die weltweit tätige humanitäre Hilfsgemeinschaft und will junge Menschen begeistern und auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereiten. Seit ihrer Gründung im Dezember 2008 hat die Airbus Stiftung mehr als 40 Hilfsflüge an Zielorte rund um den Globus ermöglicht.



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