10.05.2013
FLUG REVUE

Ausbildung in den USA: Die deutschen F-4E Phantom

Zur Ausbildung der ersten Besatzungen blieben acht F-4F in den 70er Jahren zunächst in den USA, bis sie von zehn F-4E ersetzt wurden. Obwohl diese neu gekauften Phantoms der Luftwaffe gehörten bekamen sie Markierungen und Hoheitszeichen der US Air Force.

Die Ausbildung fand ursprünglich auf der George Air Force Base in Kalifornien statt und wurde 1992 nach Holloman in New Mexico verlegt. Dort trainierte die F-4-Ausbildungskomponente des Taktischen Ausbildungskommandos der Luftwaffe unter der Regie der 20th Fighter Squadron der US Air Force die neuen Besatzungen. Dazu kamen ingesamt 20 F-4E zum Einsatz. Neben den nach drei Abstürzen verbliebenen sieben deutschen Maschinen (Kennungen 75-0628 bis 75-0637) flogen 13 US-Phantoms. Sie waren die letzten F-4E der USAF im regulären Einsatz. Ende 1996 begann der Austausch mit F-4F. Die letzten deutschen F-4E landeten am 26. Februar 1998 in Deutschland und dienten zunächst als Schulungsobjekte. Heute existiert nur noch ein Exemplar beim JG 73 in Laage, das als F-4F lackiert wurde:

75-0628: Jever, verschrottet
75-0629: Rheine, verschrottet
75-0630: 1990 abgestürzt
75-0631: Laage, ausgestellt
75-0632: Wittmund, verschrottet?
75-0633: Neuburg, verschrottet
75-0634: 1983 abgestürzt
75-0635: Faßberg, verschrottet
75-0636: Faßberg, verschrottet
75-0637: 1983 abgestürzt

Die Ausbildung auf der F-4F in Holloman endete schließlich am 20. Dezember 2004.



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