08.12.2015
FLUG REVUE

Neuer Hubschrauber für das Kommando SpezialkräfteBundeswehr übernimmt erste H145M

Airbus Helicopters hat am Dienstag in Donauwörth die ersten beiden H145M an das Kommando Spezialkräfte der Bundeswehr übergeben.

Airbus Helicopters H145M Bundeswehr KSK erste

Als leichter Unterstützungshubschrauber und für Spezialaufgaben steht dem Kommando Spezialkräfte der Bundeswehr nun die H145M zur Verfügung. Foto und Copyright: Airbus Helicopters  

 

Die Helikopter werden in Laupheim stationiert, um für das Kommando Spezialkräfte, das Sondereinsatzkommando der Bundeswehr, in den Einsatz zu gehen, teilte Airbus Helicopters mit. Die Bundeswehr hat als Erstkunde der H145M insgesamt 15 Stück bestellt.

„Mit ihren hochmodernen Technologien, herausragender Leistung und absoluten Vielseitigkeit, richtet sich die H145M exakt nach den Anforderungen unserer militärischen Kunden und ihren herausfordernden Missionen“, sagte Wolfgang Schoder, CEO von Airbus Helicopters Deutschland. „Wir sind sehr stolz darauf, diesen Hubschrauber innerhalb des geplanten Kostenrahmens, bereits zwei Jahre nach der Auftragsvergabe, übergeben zu können. Dieses Projekt ist ein hervorragendes Beispiel für eine effiziente Zusammenarbeit zwischen Bundeswehr, Behörden und Industrie.“

Bei der H145M handelt es sich um die militärische Version der zivilen H145, die im Sommer 2014 erstmals ausgeliefert wurde und vor kurzem den Meilenstein von 10.000 Flugstunden erreicht hat. Mit einem maximalen Abfluggewicht von 3,7 Tonnen kann die H145M für ein breites Spektrum an Aufgaben in den Bereichen der Versorgung, Überwachung, Luftrettung, bewaffnete Aufklärung und medizinische Evakuierung verwendet werden.

Die der Bundeswehr übergebenen H145M (LUH SOF) sind mit einem Abseilsystem für Bodeneinheiten, einem Lasthaken, einer Seilwinde, einer Bordwaffe an der Seitentür, ballistischem Schutz und eine elektronische Selbstschutzanlage ausgerüstet, die dem KSK eine große Vielfalt an neuen Einsatzmöglichkeiten bieten.

Zudem wurde der Hubschrauber für den Tag- und Nachtflug, sowie in widrigem Wetter und herausfordernder Umgebung entwickelt. Zur möglichen Missionsausrüstung des H145M gehören außerdem ein helmmontiertes Visier und ein selbstschließender Treibstofftank. Der Antrieb erfolgt über zwei Turbomeca Arriel 2E Gasturbinen, die über das FADEC-System (full authority digital engine control) gesteuert werden. Die besonders niedrigen Geräuschemissionen machen die H145M zum leisesten Hubschrauber seiner Klasse.

Bereits im Sommer dieses Jahres hat Airbus Helicopters mit der Bundeswehr einen "Full-Service-Vertrag" über eine Dauer von sieben Jahren geschlossen. Zu den Pflichten von Airbus Helicopters zählt dabei die Organisation und Durchführung von Wartungs- und Reparaturarbeiten, die Versorgung mit Ersatzteilen und die Sicherstellung der Einsatzbereitschaft.

Hubschrauber der H145-Familie haben ihre Bedeutung für militärische Kunden bereits vielfach bewiesen. Die Streitkräfte der US Army haben beispielsweise bereits insgesamt 427 Helikopter des verwandten Modells UH-72A Lakota für verschiedene Zwecke bestellt. Alle Maschinen wurden innerhalb des Zeit- und Kostenplans ausgeliefert. Der UH-72A erreicht eine durchschnittliche Verfügbarkeit von über 94 Prozent.

www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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