22.05.2015
FLUG REVUE

AEW-Hubschrauber für „Queen Elizabeth“Crowsnest: EH101 mit Thales-Radar ausgewählt

Die Royal Navy wird auf ihren künftigen Flugzeugträgern die den Merlin-Hubschrauber (EH101) auch für die Frühwarnmission nutzen. Als Radar wird das Searchwater von Thales weiterverwendet.

Crowsnest AW101 mit Thales-Radar 2015

Für die Frühwarnmission sollen zehn Merlin-Hubschrauber der Royal Navy mit einem Thales-Radar ausgerüstet werden (Foto: Thales).  

 

Hauptauftragnehmer für das Crowsnest-Programm ist Lockheed Martin UK. Das Unternehmen führt bereits die Modernisierung der Merlin HM1 auf den Mk2-Standard durch. Nach der Systemauswahl steht nun eine so genannte „Assessment Phase“ an, bevor die Fertigung beginnt.

„Wir haben das Programm beschleunigt um die Frühwarnfunktion nahtlos durch die Merlin Mk2 sicherzustellen wenn 2018 die Sea King Mk7 außer Dienst gestellt werden“, erklärte Air Vice-Marshall Julian Young, der für die Hubschrauberbeschaffungsprogramme zuständig ist.

Die jetzige Lösung überrascht, denn sie kombiniert die Angebote der Konkurrenten Lockheed Martin und Thales. Lockheed Martin hatte vorgeschlagen, ein AESA-System von Israel Aerospace Industries (Elta ELM-2052) in seitlichen Behältern zu verwenden. Thales will das Cerberus-System aus den aktuellen Sea King ASaC7 mit dem Searchwater-2000-Radar verwenden, das seitlich drehbar aufgehängt wird.

Die Kosten des Crowsnest-Programms werden auf 500 Millionen Pfund geschätzt. Es sollen zehn Systeme beschafft werden.



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