23.01.2014
FLUG REVUE

Testschuss in OverbergDiehl präsentiert Luftverteidigungssystem IRIS-T SLM

Diehl Defence hat sein bodengebundenes Luftverteidigungssystem IRIS-T SLM auf der Overberg Test Range in Südafrika kürzlich internationalen Experten und militärischer Vertretern aus 16 Nationen demonstriert.

IRIS-T SLM Diehl Testschuss 2014

Diehl Defence präsentierte sein Luftverteidigungssystem IRIS-T SLM im Januar 2014 in Overberg potentiellen Kunden und führte zur Demonstration auch einen Testschuss durch (Foto: Diehl Defence.  

 

IRIS-T SLM fasste bei der Vorführung die als feindlich klassifizierte, niedrig fliegende Zieldrohne vom Typ DO DT-25 sicher auf. Der Flugkörper wurde aus einer Entfernung von etwa 20 km gestartet und fing das Ziel mit einem Direkttreffer ab. Während des gesamten Flugs konnten die vom Radar gelieferten Zieldaten über den Datenlink an den Flugkörper-Infrarotsuchkopf weitergeleitet werden, der sich auf das fliegende Ziel aufschaltete.

Erstmals demonstrierte Diehl Defence somit die volle Funktionalität des IRIS-T SLM-Systems mit eigener Radar-Auslegung, dem TOC und dem Startgerät im realen Schuss. Dieses Ereignis schließt sich zwei im vergangenen November ausgetragenen Testkampagnen an, in denen das IRIS-T SL-Startgerät und der Flugkörper als Teil des deutschen Entwicklungsvertrags von Diehl Defence mit dem Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) erprobt wurden.

Das IRIS-T SLM-Luftverteidigungssystem ist modular ausgelegt und hat eine offene Systemarchitektur. In der aktuellen Schießkampagne setzte es sich aus folgenden Komponenten zusammen: Aus dem neuen CEAFAR-Radar der australischen Firma CEA Technologies sowie aus einem Tactical Operation Center (TOC), das sowohl das BMD-Flex Command & Control System der dänischen Firma Terma als auch das Oerlikon Skymaster Battle Management System von Rheinmetall Air Defence, Schweiz, sowie das IRIS-T SL-Startgerät mit Flugkörpern von Diehl Defence verwendet. Alle Systemkomponenten wurden mit der Feuerleit-Software von Diehl Defence in das Gesamtsystem integriert.

Die Verteidigungsministerien Deutschlands und Australiens unterstützten das Demonstrationsschießen. Knapp 90 Besucher aus aller Welt erlebten den Testschuss im Test Range Control Center und erhielten ausführliche Informationen über die operationellen Fähigkeiten und technischen Details des bodengebundenen Luftverteidigungssystems.



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