22.10.2009
FLUG REVUE

Eurocopter: SHAPE-Programm gegen die Krise

Ein scharfer Auftragseinbruch im zivilen Bereich, aggressive Konkurrenz und Probleme mit Militärprogrammen zwingen den Hubschrauberhersteller zum Umsteuern.

Mit der neuen Initiative, die Firmenchef Lutz Bertling vor wenigen Tagen ankündigte, will sich das Unternehmen an das veränderte Konjunkturumfeld anpassen sowie sein nachhaltiges Wachstum und seine Marktführerschaft erhalten. SHAPE folgt auf das 2005 gestartete Programm VITAL, mit dessen Hilfe das Unternehmen in den vergangenen drei Jahren seinen starken Produktionshochlauf gemeistert hat.

SHAPE basiert auf drei wesentlichen Stützpfeilern: Einsparungen, Verbesserungen, Investitionen. Um die Krise zu überstehen, muss Eurocopter kurzfristig Mittel einsparen. Zur Umsetzung dieses Ziels wurden verschiedene Maßnahmen gestartet, darunter ein Sparplan zur Senkung der Kosten um etwa € 200 Mio. Darüber hinaus muss die Personalstruktur angepasst werden. Die Mitarbeiter werden unterstützt, sich neu zu orientieren und neue Aufgaben zu übernehmen.

Eurocopter will sowohl die Produktivität seiner Prozesse verbessern als auch mittel- bis langfristig mehr nachhaltige Umsatzquellen erschließen. Ein Hauptziel des Verbesserungs-Moduls ist die Beschleunigung und Vereinfachung von Prozessen.

Die Sicherung einer wettbewerbsfähigen Produkt- und Dienstleistungspalette wird für Eurocopters Wachstum in den nächsten zehn Jahren ausschlaggebend sein. Zusätzlicher Wettbewerb wird die Konkurrenz auf internationalen Märkten und nationalen Wachstumsmärkten verschärfen. Dauerhafte Innovationen und produktpolitische Maßnahmen werden für den Erhalt von Eurocopters Marktführerschaft in den kommenden Jahren von entscheidender Bedeutung sein. Schon 2008 hat das Unternehmen seine Investitionen in eigenfinanzierte F&E um 40 Prozent aufgestockt, 2009 nochmals um 25 Prozent. Eurocopter wird seine Entwicklungsbudgets für neue Produkte und Dienstleistungen auch in Krisenzeiten weiter erhöhen.



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