09.06.2010
FLUG REVUE

Eurocopter Tiger: Die Kabelproblematik im Detail

Der Kampfhubschrauber Tiger stand zuletzt stark in der Kritik. Auf der ILA erklärte Eurocopter, wie man die Probleme mit den Scheuerstellen an Kabeln abstellen will.

Tiger ILA

Der Tiger des Heeres wird mit PARS 3LR-Lenkwaffen ausgerüstet (Foto: Schwarz)  

 

Laut Eurocopter-Chef Lutz Bertling sind alle Modelle des Tiger von den Kabelschäden betroffen. Zum einen gebe es Beschädigungen der Nomex-Ummantelung, die allerdings nur eine Schutzhülle vor der Installation darstelle. Im Gegensatz zu den anderen Kundenländern akzeptiere Deutschland  solche Schadstellen nicht. Daneben traten auch Scheuerstellen an Kabeln auf. Wie gravierend diese eingeschätzt würden liege im Ermessen der jeweiligen nationalen Zulassungsbehörde, so Bertling. Hier verlassen sich andere Länder auf die vorhandenen Redundanzen, zumal es im bisherigen Betrieb keine Zwischenfälle gegeben hat.

Eurocopter will nun die betroffenen Kabel gegen robustere Ausführungen auswechseln. Zwei Tiger UHT mit optimierten Kabelsätzen würden im Juni und Juli an die Bundeswehr gehen, erläuterte Bertling auf Nachfrage der FLUG REVUE. Mit ihnen seien dann etwa 50 Stunden Flugtests vorgehen. Sollten diese keine Probleme aufwerfen würden dann ab dem Herbst weitere Tiger  mit der neuen Verkabelung an das Heer geliefert. Insgesamt fünf Maschinen sollen es dieses Jahr sein.



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