20.07.2010
FLUG REVUE

Eurofighter: Industrie startet Entwicklung AESA-RadarentwicklungEurofighter: Industrie startet AESA-Radarentwicklung

Um ab 2015 ein AESA-Radar im Eurofighter liefern zu können, hat das Euroradar-Konsortium am 1. Juli die Entwicklung gestartet. Geld der Partnernationen gibt es frühestens ab kommendem März.

Captor-E Farnborough

Duch Elektromotoren kann die AESA-Antenne des Captor-E gedreht werden (Foto: K. Schwarz).  

 

Die Verfügbarkeit eines Radars mit elektronischer Strahlschwenkung ist vor allem im Hinblick auf den Fighterwettbewerb in Indien äußerst dringend. Ein Entwicklungsbeginn konnte nicht länge aufgeschoben werden, auch wenn es von den Eurofighter-Partnerländern Deutschland, Großbritannien, Italien und Spanien bisher nur ein Protokoll mit einer Absichtserklärung gibt, so bald wie möglich eine Finanzierung zustande zu bringen.

Bis mindestens März 2011 muss die Industrie ihre Arbeiten nun „vorfinanzieren“, erklärte Eurofighter-Chef Enzo Casolini in Farnborough. Bis dahin sollen die „unterschiedlichen Anforderungen, aber mit einer gemeinsamen Basis“ harmonisiert werden. Außerdem gilt es, Gelder für die recht teuere Entwicklung in den arg gebeutelten Verteidigungsbudgets zu finden.

Ein weiteres Problem ist die Arbeitsteilung. Sowohl Selex Galileo als auch EADS Vereteidigungselektronik in Ulm rühmen sich ihrer Fähigkeiten bei der Produktion von Sende-/Empfangsmodulen. Der billigste Anbieter soll den Zuschlag erhalten, hieß es in Farnborough, nachdem man ein gemeinsames Design erstellt habe.

Technisch gesehen bietet das Captor-E eine drehbare AESA-Antenne, um große Sichtwinkel ohne Leistungsabfall abdecken zu können (zum Beispiel abdrehen des eigenen Flugzeugs und trotzdem Zielbeleuchtung für Lenkwaffen). Erste Flugtestmodelle sollen 2013 fertig sein.



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