10.02.2011
FLUG REVUE

Eurofighter schlägt Indien Entwicklung einer Flugzeugträgerversion vor

Auf der Aero India bot Eurofighter unter anderem Verteidigungsminister zu Guttenberg als Promoter auf. Neu im Angebot: Eine Flugzeugträgerversion.

Naval Typhoon Indien

Eurofighter schlägt Indien die Entwicklung einer Trägerversion des Typhoon vor (Illustration: Eurofighter).  

 

Studien zu einer Trägerversion des Eurofighter gab es schon vor Jahren, doch sie wurden nun im Zusammenhang mit den Verkaufsbemühungen in Indien intensiviert. Eine Umkonstruktion sei nicht sehr umfangreich, so der Hersteller.

Neben lokalen Verstärkungen im Rumpf für das verstärkte Fahrwerk und den Fanghaken betreffen sie vor allem die Integration einer bereits getesteten Schubvektorsteuerung für das EJ200-Triebwerk. Damit lassen sich Anfluggeschwindigkeit und Anstellwinkel bei der Decklandung verringern. Entsprechende Versuche im Simulator wurden jüngst durchgeführt. Gestartet wird ohne Katapult über eine Rampe.

Die Bewaffnung des Naval Typhoon wird mit den Seezielflugkörper RBS-15 erweitert. Außerdem ließen sich zur Reichweitenerhöhung konforme Kraftstofftanks am Rumpf montieren.

Die indische Luftfahrtindustrie könnte laut Eurofighter maßgeblich an der Entwicklung der Marineversion des Typhoon mitarbeiten. Voraussetzung ist allerdings der Gewinn des derzeit laufenden MMRCA-Wettbewerbs, bei dem es um 126 Flugzeuge geht, die zum großen Teil in Indien in Lizenz gebaut werden sollen.

Alle Konkurrenten waren in dieser Woche auf der Aero India in Begaluru präsent. Für das europäische Konsortium traten dabei auch Verteidigungsminsiter Karl-Theodor zu Guttenberg und sein italienischer Kollege Crosetto als Promoter auf.

Guttenberg erklärte, dass Indien ein wichtiger Partner für die Stabilität in der Region sei. Daher sei es ihm wichtig, die guten Beziehungen durch eine gestärkte strategische Partnerschaft weiter auszubauen, so der Verteidigungsminister.

Neben dem Eurofighter-Konsortium  sind die beiden US-Flugzeugbauer Lockheed Martin mit F-16 IN sowie Boing mit der F/A-18E/F, der schwedische Saab-Konzern mit der JAS 39 Gripen, das französische Unternehmen Dessault mit ihrer Rafale sowie Russland mit der MiG 35 im Rennen um den Großauftrag.



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