01.10.2014
FLUG REVUE

LuftwaffeEurofighter: Unzureichende Entgratung von Bohrungen

Wegen Fertigungsfehlern beim von BAE Systems gebauten Heckbereich wurde die Flugdauer der betroffenen Eurofighter auf zunächst 1500 Stunden begrenzt. Bei der Luftwaffe hat keine Maschine diese Zahl auch nur annähernd erreicht.

Eurofighter Laage rollend 2011

Die Flugdauer der Eurofighter wurde wegen Mängeln an Bohrungen im Heckbereich vorerst auf 1500 Stunden begrenzt (Foto: Bundeswehr/Bienert).  

 

Laut Verteidigungsministerium hat die Industrie „im Rahmen einer Qualitätskontrolle einen Herstellungsfehler an einer großen Anzahl von Bohrungen am Rumpfhinterteil“ festgestellt und die Betreiber kürzlich entsprechend informiert. Laut Presseberichten wurde der Mangel erstmals von Wartungspersonal der Royal Air Force entdeckt.

Ursächlich „sind unzureichende Entgratungen durch den Hersteller BAE Systems“, so das Verteidigungsministerium. „Da die Auswirkungen dieser Problematik auf die Lebensdauer der Zelle noch nicht absehbar sind“, wird die bisher genehmigte Lebensdauer vorerst von 3000 auf 1500 Flugstunden halbiert. Nominell ist für den Eurofighter eine Flugdauer von 6000 Stunden vorgesehen.

„Der Fertigungsmangel hat nach Aussage der Industrie keine Auswirkungen auf die aktuelle Flugsicherheit und die Einsatzfähigkeit des Waffensystems Eurofighter. Der Ausbildungs- und Einsatzflugbetrieb ist sichergestellt“, so die Bundeswehr, die bisher 109 Eurofighter erhalten hat.

Die Abnahme von weiteren Eurofightern bei Airbus Defence and Space in Manching wurde zunächst ausgesetzt. Es gelte nun die „Ansprüche seitens des Bundesministeriums der Verteidigung infolge dieser Minderleistung“ zu wahren.



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