15.07.2014
FLUG REVUE

Neues Radar im FlugtestEurofighter zeigt IPA5 mit Captor-E

Nach vielen Vorarbeiten auf Industriekosten wird es ernst: Die Flugerprobung des neuen AESA-Radars für den Eurofighter im Prototyp IPA5 läuft an.

Captor-E Farnborough 2014

Eurofighter und Euroradar enthüllten in Farnborough das im Prototyp DA5 verbaute Captor-E-Radar. Ein Entwicklungsvertrag wird bis Ende 2014 erwartet (Foto: K. Schwarz).  

 

Für die Airshow wurde das Testflugzeug (RAF-Kennung ZJ700) nach Farnborough gebracht und in einer Zelthalle ausgewählten Besuchern gezeigt. Zu sehen gab es bei der Enthüllung für die Presse am Dienstag um 10:39 Uhr allerdings nicht viel, denn die Antenne war mit einer roten Verkleidung abgedeckt, damit man die Zahl der Sende-/Empfangsmodule nicht zählen kann.

Diese ist beim Captor-E-Radar auf jeden Fall deutlich größer als bei Gripen E oder Rafale. Dazu kommt, dass die Antenne drehbar gelagert ist und so einen Bereich von 200 Grad abdecken kann. Dies bringt taktische Vorteile im Luftkampf.

Bisher läuft das AESA-Programm auf Industriekosten, denn die Partnerländer konnten sich lange nicht zu einer Finanzierung der Entwicklung durchringen. Eurofighter und Euroradar sind nun aber zuversichtlich, dass im Laufe des Jahres der Vertrag abgeschlossen wird. Dazu ist zum Beispiel nach der Sommerpause noch der parlamentarische Genehmigungsprozess in Deutschland abzuwickeln. Der Auftrag wird die Entwicklung eines voll in den Fighter integrierten Basismodells unter dem Namen Radar 1+ abdecken.

Anschließend können die an Eurofighter beteiligten Länder und mögliche Exportkunden dann Serienverträge abschließen, wobei sowohl ein Einbau in Neuflugzeuge als auch die Nachrüstung von Maschinen der Tranche 2 und 3 möglich ist. Softwareseitig dürfte es zudem Optionen geben, Zusatzfunktionen wie die Verwendung als Störsender zu kaufen.

Die Notwendigkeit eines Radars mit elektronischer Strahlschwenkung ist vor allem für den Export groß. Aber auch Großbritannien drängt auf die Einführung der Technologie. Parallel zum multinationalen Captor-E-Programm erhielt daher BAE Systems in Farnborough einen Auftrag in Höhe von 72 Millionen Pfund, um zusätzliche Studien und Tests zu den Möglichkeiten eines E-Scan-Radars zu untersuchen und Flugtests durchzuführen.



Weitere interessante Inhalte
Übungen in Malaysia, Japan und Korea Briten schicken Eurofighter nach Asien

04.10.2016 - Acht Eurofighter der Royal Air Force sind zur Übung "Exercise Bersama Lima 16" in Malaysia eingetroffen. Die von Tankern der RAF begleiteten Jäger werden Asien in mehreren Etappen besuchen. … weiter

Taktisches Ausbildungskommando in Italien TaktLwG 31 „Boelcke“ übt als letzter Verband in Deci

02.09.2016 - Das Taktische Luftwaffengeschwader 31 „Boelcke“ aus Nörvenich hat als letzter Verband der Luftwaffe Ende August für drei Wochen auf die italienische Mittelmeerinsel verlegt. Ende 2016 wird diese … weiter

Air Policing im Baltikum TaktLwG 74 ab September in Ämari

28.07.2016 - Die Luftwaffe beteiligt sich ab September wieder an der Sicherung des Luftraums über dem Baltikum. Diesmal sind die Eurofighter aus Neuburg an der Reihe. … weiter

Eurofighter Captor-E-Radar beginnt Flugtests

15.07.2016 - Nach Abschluss der Bodentests hat die Flugerprobung des neuen Captor-E-Radars mit elektronischer Strahltschenkung im Eurofighter-Versuchsflugzeug IPA 5 begonnen. … weiter

BAE Systems Betreuungsvertrag für britische Typhoons

13.07.2016 - Die Eurofighter-Flotte der RAF wird in den nächsten zehn Jahren im Rahmen einer „Typhoon Total Availability Enterprise“ unterstützt, was 2,1 Milliarden Pfund kosten wird. … weiter


  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

FLUG REVUE 12/2016

FLUG REVUE
12/2016
07.11.2016

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- Neue Junkers F 13 fliegt
- Dreiteilung airberlin
- Flughafen Lyon
- Erprobung Pilatus PC-24
- Wonsan Air Festival
- Brennstoffzellen im Alltagstest
- Extra Raumfahrt

aerokurier iPad-App