13.06.2015
Erschienen in: 01/ 2014 FLUG REVUE

Skunk Works untersuchen futuristischen AufklärerHyperschall-Studie „SR-72“

Lockheed Martin hat Informationen über das Konzept eines Mach 6 schnellen, unbemannten Aufklärers und Angriffsflugzeugs lanciert, das „bis 2030 im Einsatz sein könnte“.

SR-72 Lockheed Martin 2013

Die "SR-72" würde zwei Kombinationstriebwerke (Turbofan und Scramjet) erhalten. Grafik und Copyright: Lockheed Martin  

 

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Stealth, das heißt die schwierige Entdeckbarkeit der eigenen Flugzeuge, wird heute von den US-Streitkräften als entscheidender Faktor für die Überlegenheit gegen hochgerüstete Gegner gesehen. Wie lange dieser Vorteil angesichts der Fortschritte zum Beispiel in der Radartechnik noch bestehen bleibt, ist eine andere Frage. Aus der Sicht der Skunk Works könnte stattdessen in den kommenden Jahrzehnten die Geschwindigkeit entscheidend sein, um auch in einem stark verteidigten Luftraum agieren zu können.

Laut Brad Leland, dem für Hyperschallprojekte zuständigen Manager bei der Entwicklungsabteilung von Lockheed Martin, könnten „Hyperschallflugzeuge, kombiniert mit Hyperschallflugkörpern ... fast jede Position auf einem Kontinent in weniger als einer Stunde treffen“. Dies gelte vor allem für mobile Ziele, für die es bei einem mit etwa Mach 6 anfliegenden Jet keine Möglichkeit mehr gebe, sich zu verstecken, denn in einer Minute hat dieser 100 Kilometer zurückgelegt.

Hyperschallflugzeuge sollten also für die Militärs höchst interessant sein, aber bisher ist es – jedenfalls soweit man weiß – nicht gelungen, ein praktisch nutzbares System zu entwickeln. Sollten amerikanische „black projects“ nicht weiter sein, so liegen die derzeitigen Bestwerte eines von einem Staustrahltriebwerk mit Überschallverbrennung (Scramjet) befeuerten Testträgers (Boeing X-51A) bei sechs Minuten Flugzeit und Mach 5.1 Höchstgeschwindigkeit. Selbst wenn die technischen Probleme gelöst würden, bliebe immer noch die Frage nach den vermutlich exorbitanten Kosten.


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