08.06.2014
FLUG REVUE

Rückblick: Abschied vom "Klappdrachen"JaboG 31 stellt Tornado außer Dienst

Am 25. Juni 2010 verabschiedete sich das Jagdbombergeschwader 31 "Boelcke" in Nörvenich vom Panavia Tornado. Die FLUG REVUE war dabei.

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Tornado-Fly-out in Nörvenich. Foto und Copyright: Patrick Hoeveler  

 

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Mit "angelegten Ohren" nähert sich der Tornado dem Fliegerhorst Nörvenich bei Kerpen. In größerer Entfernung, vielleicht aus Respekt vor den Leistungen des bewährten Jagdbombers, flankieren ihn zwei Eurofighter. Kurz vor dem Ende der Startbahn steigt der Schwenkflügeljet steil in den Himmel, ein letztes Mal. Seine beiden Nachfolger drehen daraufhin in die Platzrunde ein und landen auf der Piste. Damit ist die Ära des Panavia Tornado IDS beim Jagdbombergeschwader 31 "Boelcke" an diesem sonnigen Freitagvormittag des 25. Juni 2010 symbolisch zu Ende. "Lassen Sie uns gemeinsam mit Stolz auf 27 Jahre Tornado bei "Boelcke" zurückblicken und daraus die Kraft, die Ruhe und das Selbstbewusstsein schöpfen, die nächsten Jahre zu bestehen und weiter den Eurofighter in einer für die Luftwaffe neuen Fähigkeit, der Mehrrollenfähigkeit, hier zur Einsatzbereitschaft zu führen", sagte Oberst Ingo Gerhartz, Kommodore des Verbandes, vor dem Start der "45+46".

Die Besatzung der Fly-out-Maschine steht für den Wandel in der Luftwaffe: Pilot Patrick Belting, jüngster Tornado-Pilot des Verbandes, wird auf den Eurofighter umgeschult. Sein Waffensystemoffizier, Major Andreas Haake, wird künftig das unbemannte Aufklärungssystem Euro Hawk vom Boden aus steuern, da es im Eurofighter keinen Waffensystemoffizier mehr gibt. Die beiden Techniker, Oberfeldwebel Maik Schauff und Stabsunteroffizier Rene Pierron, verlassen jedoch mit dem Tornado den Verband und die Luftwaffe. Angesichts des Abschieds vom Tornado hat Pilot Belting gemischte Gefühle: "Die Umstellung auf den Einsitzer ist ungewohnt, da der zweite Mann im Cockpit fehlt. Früher konnte man eventuelle Fehler gegenseitig erkennen."


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flugrevue.de/Patrick Hoeveler


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