04.02.2017
FLUG REVUE

Neuer Auftrag für 90 FlugzeugeF-35 werden sieben Prozent billiger

Das Pentagon und Lockheed Martin haben eine „Grundsatzvereinbarung“ über die Konditionen des zehnten Vorserienloses der F-35 Lightning II erzielt. Die Stückpreise sinken um etwa 7,3 Prozent.

F-35A UK-Verlegung Juni 2016

Die F-35A ist auch im neuen LRIP-10-Auftrag mit Abstand das wichtigste Muster. Er umfasst 76 F-35A, zwölf F-35B und zwei F-35C (Foto: USAF).  

 

Die Einigung nach langwierigen Verhandlungen wurde gegen alle Gepflogenheiten am Freitag noch vor Börsenschluss von Sean Spicer, dem Sprecher des Weißen Hauses, verkündet. Präsident Donald Trump hatte sich seit Dezember mehrfach persönlich mit dem Programm befasst und es scharf kritisiert.

Die jetzt von der Joint Program Office genannten Einsparungen von 728 Millionen Dollar gegenüber dem Vorserienlos 9 (LRIP 9) liegen im Rahmen der allgemeinen Erwartungen – schließlich hat sich vom Vertrag umfasste Stückzahl von 57 auf 90 erhöht. Als besonderen Erfolg wertet es die JPO, das der Preis für die mit Abstand am meisten gebaute A-Version inklusive Triebwerk erstmals unter 100 Millionen Dollar (94,6 Millionen, minus 7,3 Prozent) gesunken ist. Die F-35B wird mit 122,8 Millionen (minus 6,7 Prozent) und die F-35C mit 121,8 Millionen (minus 7,9 Prozent) kalkuliert.

Die Lieferung der 90 Flugzeuge aus dem Low Rate Initial Production Vertrag Nr. 10 beginnt Anfang 2018. 55 Fighter gehen an die US-Streitkräfte, 35 an internationale Partner und Kunden:
44 x F-35A für die US Air Force
9 x F-35B für das US Marine Corps
2 x F-35C für die U.S. Navy
3 x F-35B für UK
6 x F-35A für Norwegen
8 x F-35A für Australien
2 x F-35A für die Türkei
4 x F-35A für Japan
6 x F-35A für Israel
6 x F-35A für Südkorea

Lockheed Martin betonte in seiner Stellungnahme wie bereits zuletzt, dass der Vertrag „1800 neue Jobs in unserem Werk in Fort Worth, Texas, schafft und tausende weiterer Arbeitsplätze in der US-Zulieferkette sichert“. Die „persönliche Mitwirkung“ von Präsident Trump habe „die Verhandlungen beschleunigt“ und eine Vereinbarung sei „in ein paar Wochen“ erreicht worden.

Unterdessen hat der neue Verteidigungsminister Mattis eine Überprüfung des F-35-Programms angeordnet. Es geht vor allem um die die von Präsident Trumpf aufgeworfene Frage, ob eine verbesserte F/A-18E/F Super Hornet eine Alternative sein könnte.



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