26.08.2009
FLUG REVUE

Lockheed Martin fliegt Testlabor zur Erforschung von Aufklärungsverfahren

Lockheed Martin hat für sein AML (Airborne Multi-Intelligence Laboratory) die FAA-Zulassung erhalten. Es soll die Tests für individuell festgelegte, erweiterte Sensorkombinationen verwendet werden.

Lockheed Martin AML

Lockheed Martin benutzt eine Gulfstream III, um neue Sensorkombinationen zu testen (Foto: Lockheed Martin)  

 

"Wir haben das AML so entworfen, dass wir problemlos zahllose Sensoren prüfen können, um so die Kunst, aber auch die Wissenschaft der Korrelierung ungleicher Informationsarten voranzutreiben. Das Ziel besteht ganz klar darin, qualitativ hochwertige Daten zeitnah zur Verfügung stellen zu können", erklärte Jim Quinn, Vice President of C4ISR Systems des Geschäftsbereichs Information Systems & Global Services-Defense bei Lockheed Martin.

Dieses multi-INT-Testlabor, das in einem umgebauten Business-Jet des Typs Gulfstream III eingerichtet wurde, wird für die Entwicklung neuer Sensoren und Auswertungsverfahren für sowohl Lockheed Martin als auch seine Kunden eingesetzt, um den Streitkräften im Einsatz frühzeitiger C4ISR-Fähigkeiten zur Verfügung stellen zu können.

Zur Unterstützung dieser Experimente wurde das Flugzeug umfassend ausgestattet. Unter anderem verfügt es über ausreichende Rechenleistung, um die meisten gewerblichen Betriebssysteme zu unterstützen, sowie ein Radom am Bauch des Flugzeugs mit reichlich Platz für eine Vielzahl von Sensoren und vier Arbeitsplätze. Darüber hinaus kann das AML Daten sowohl an Bord als auch am Boden auswerten, um so verschiedenste Experimentserien zu ermöglichen.

Das AML ist mit einem robusten Paket von Sensoren sowie Breit- und Schmalband-Datenverbindungen ausgerüstet, es wird jedoch auch beabsichtigt, die Sensoren nach Bedarf zu wechseln, um auf individuelle Anforderungen einzugehen. Um dieses Ziel zu erreichen, stützt sich das AML auf eine leicht rekonfigurierbare Architektur, die entworfen wurde, um eine schnelle Integration unterschiedlicher Sensoren und Geräte in die Bordsysteme des Flugzeugs zu ermöglichen.



Weitere interessante Inhalte
Pleiten, Pech und Pannen Top 10: Die spektakulärsten Flugzeuge, die nie flogen

17.08.2017 - Senkrechtstarter, Stealth-Jäger, Mach 3 schnelle Jäger: Die Luftfahrtgeschichte ist voll von interessanten, aber erfolglosen Flugzeugprojekten, die trotz fortgeschrittener Entwicklung nie aus eigener … weiter

Zivile Tankflugzeuge aus früheren RAF-Beständen Lockheed TriStar kehrt zurück

16.08.2017 - Das amerikanische Unternehmen Tempus Applied Solutions will sechs eingemottete Lockheed L-1011 TriStar in Großbritannien kaufen, um drei der historischen Dreistrahler als Tankflugzeuge kommerziell zu … weiter

„Combat Hammer“ in Hill AFB F-35A testet Waffeneinsatz

15.08.2017 - Die US Air Force hat die erste operationelle Testphase für Luft-Boden-Einsätze mit der Lockheed Martin F-35A durchgeführt. … weiter

Fehlalarm: Feuerlöschanlage löst aus Lufthansa Super Star: Schaumbad im Hangar

15.08.2017 - Die derzeit am amerikanischen Flughafen Auburn-Lewiston restaurierte Lockheed L-1649A Super Star "badete" am Montag in chemischem Schaum, den eine irrtümlich auslösende Feuerlöschanlage ausstieß. … weiter

Neue Piloten der USAF Erster B-Kurs der F-35A abgeschlossen

11.08.2017 - Die US Air Force hat in Luke AFB ihren ersten F-35A-Kurs mit sieben Piloten, die direkt aus der fliegerischen Grundausbildung kamen, abgeschlossen. … weiter


  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

FLUG REVUE 09/2017

FLUG REVUE
09/2017
07.08.2017

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


Eurofighter: Österreich will teure Kampfjets ausmustern
G20: Gipfeltreffen der VIP-Jets
Falcon 5X: Dassaults neuer Widebody fliegt
Tiger Meet: Trainingsduell über der Bretagne
Cassini-Sonde: Nach 20 Jahren Finale am Saturn
Air Serbia: Etihad baut erfolgreich um
Erstflug am Computer: Flugzeuge im Datenstrom

Be a pilot