17.06.2009
FLUG REVUE

Paris Air Show: Eurofighter-Unterstützungskosten sollen um 50 Prozent sinken

Günstigere Betriebskosten sind Teil der Kunden-Vorgaben für die Unterzeichnung der Produktionstranche 3A des Eurofighter.

Wie der neue Eurofighter-Chef Enzo Casolini in Le Bourget auf Nachfrage der FLUG REVUE bestätigte, haben die Kundenländer im Zuge der Verhandlungen über die Tranche 3A eine 50-prozentige Reduzierung der Unterstützungskosten gefordert. "Wir haben dies analysiert und halten das Ziel langfristig für erreichbar", so Casolini. Er hofft, das der neue Produktionsvertrag vor der Sommerpause untezeichnet werden kann.

Zum Einbau eines AESA-Radars laufen derzeit Studien. Man hoffe, dass bis Jahresende eine Entscheidung falle. Nicht alle Länder hätten die gleiche Priorität für ein Radar mit elektronischer Strahlschwenkung, doch ein Angebot, das auch eine Nachrüstung erlaube soll die Entscheidung der Nationen erleichtern. Besonders für den Exportmarkt wird ein AESA-Radar dringend benötigt, um den Eurofighter wettbewerbsfähig zu halten.

Mit dem Auslaufen der F-22-Produktion öffnet sich aus Sicht von Casolini für den Eurofighter "ein Tor", insbesondere steigen die Cahncen in Japan. Auch in anderen Ländern laufen Exportbemühungen, wobei man von Seiten Eurofighter flexibel ist. Auch die Lieferung von Tranche-1-Modellen aus den Beständen der ursprünglichen Partnerländer sei eine Option, so Casolini mit Blick auf Rumänien. "Wir haben mit dem Eurofighter ein phantastisches Flugzeug und wären dumm, wenn wir das nicht nutzen würden", so Casolini auf der Luftfahrtschau in Le Bourget. 



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