15.07.2014
FLUG REVUE

Textron AirLand auf der Farnborough Air ShowPremiere für den Scorpion-Jet

Der in Eigenregie und mit eigenen Mitteln entwickelte leichte Erdkampfjet Textron AirLand Scorpion wurde beim Royal International Air Tattoo und der Farnborough International Air Show zum ersten Mal in Europa gezeigt.

Textron AirLand Scorpion in England über Burg air to air Foto Textron AirLand

Textron AirLand hat seinen Scorpion-Jet zum Royal International Air Tattoo und Foto und zur Farnborough Air Show gebracht. Copyright: Textron AirLand  

 

Der Scorpion von Textron AirLand ist ein in vielerlei Hinsicht außergewöhnliches Flugzeug: Er ist ein leichter Erdkampfjet mit Multimissionsfähigkeit und wurde von Textron AirLand ohne Auftrag der Streitkräfte entwickelt. Außerdem hat die Firma den Ehrgeiz, das Flugzeug zu einem Stückpreis von rund 20 Millionen US-Dollar zu verkaufen. Beim Royal International Air Tattoo in Fairford und bei der Farnborough International Air Show gab das zweistrahlige Flugzeug sein Europa-Debüt.

"Wir haben 130 Flugstunden mit dem Scorpion", berichtete Textron AirLands Präsident Bill Anderson, als er das Flugzeug auf der Farnborough International Air Show präsentierte. In den sechs Monaten seit dem Erstflug wurde der Flugbereich im Rahmen des Testprogramms schrittweise auf 450 Knoten erweitert. Angetrieben wird der 13,5 Meter lange Fighter von zwei Honeywell TFE-731-Turbofans, die je 8000 lbs Startschub entwickeln.

Der Scorpions ist für verschiedene Aufgaben ausgelegt und verfügt dafür über eine interne Sensorbucht und sechs Aufhängepunkte unter den Tragflächen. Neben Erdkampfaufgaben kann der Scorpion auch als leichter taktischer Jet, als Trainer für das Fortgeschrittenentraining, als Grenzüberwachungsflugzeug, als Luftraumüberwachungsflugzeug und als Sensorträger bei Katastrophen eingesetzt werden. Die Tankkapazität des Jets reicht aus, um bei Überwachungsflügen bis zu fünf Stunden in der Luft zu bleiben. Textron AirLand plant, das Flugzeug auf Kundenwunsch mit einem Luftbetankungssystem auszurüsten.

Die Produktion des Flugzeugs soll 2016 beginnen, wo, wollte Textrons-Präsident Scott C. Donnelly auf Nachfrage der FLUG REVUE allerdings noch nicht verraten. Der Prototyp, der in England gezeigt wurde, entstand in Wichita im US-Bundesstaat Kansas.



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