04.02.2014
FLUG REVUE

Frühwarnhubschrauber für “Queen Elizabeth”Royal Navy: “Crowsnest” soll schneller entwickelt werden

Das britische Verteidigungsministerium hat Gelder in der langfristigen Beschaffungsplanung freigemacht, um eine Version des Merlin-Helikopters für die neuen Flugzeugträger schon 2019 verfügbar zu haben.

EH101 Merlin AEW Artist 2013

Die Royal Navy will acht ihrer Merlin (EH101) als Frühwarnhubschrauber für die beiden Flugzeugträger der "Queen Elizabeth"-Klasse nutzen (Foto: AgustaWestland).  

 

Laut Verteidigungsminister Philip Hammond wurde die Entwicklung im Rahmen von Umstrukturierungen im Flugzeugträgerprogramm um 18 Monate vorgezogen. Dies soll Einsparungen von 22 Millionen Pfund ergeben, bei Kosten, die im letzten Herbst auf bis zu 500 Millionen Pfund geschätzt wurden.

Bei „Crowsnest“ geht es um die Bereitstellung von acht Merlin HM2 (EH101) für die Frühwarnrolle. Dazu muss ein spezielles Missionssystem und ein Hochleistungsradar eingebaut werden. Mögliche Anbieter sind Thales UK und Lockheed Martin UK. Beide untersuchen alternative Radare von Thales, Northrop Grumman, IAI Elta und Selex ES.

Als Hauptauftragnehmer für die Merlins der Royal Navy erhielt Lockheed Martin UK nun zunächst 24 Millionen Pfund, um einen Auswahlwettbewerb durchzuführen. Diese soll bis 2016 beendet sein.

Die Royal Navy verfügt derzeit über etwa ein Dutzend mit Thales-Radar ausgerüstete Sea King Mk7 für die Frühwarnrolle. Die Sea-King-Flotte soll allerdings bis Frühjahr 2016 komplett außer Dienst gestellt werden.



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