07.04.2014
FLUG REVUE

Saab Gripen ESchweiz: Ministerium distanziert sich von „Plan B“ für Kampfjet-Beschaffung

Vor dem Referendum am 18. Mai gewinnt die Diskussion um die Beschaffung von 22 Gripen E an Härte. Das Verteidigungsministerium musste am Wochenende bekräftigen, dass man sich „sich in jedem Fall an demokratisch herbeigeführte Entscheide halten“ werde.

Gripen Demo Flug über Schweiz 2013

Mit der Gripen Demo bereitet Saab seit Jahren die neue Version E des Fighters vor (Foto: Saab).  

 

Verschiedene Medien hatten von einem „Plan B" für den Fall einer Ablehnung der Beschaffung von 22 Gripen berichtet. Danach sollte alle 15 Jahre eine Staffel von 12 Kampfflugzeugen beschafft werden; diese könnten auf ordentlichem Weg finanziert werden und müssten entsprechend auch nicht einem Referendum unterstellt werden. Damit könne die derzeitige Flotte von 86 Kampfflugzeugen (32 F/A-18, 54 F-5 Tiger) langfristig durch 50-70 neue Kampfflugzeuge ersetzt werden.

Das VBS distanziert sich von diesen Überlegungen. „Es ginge nicht an, kurz nach einem allfälligen Volksentscheid gegen eine Beschaffung von Kampfflugzeugen doch solche zu beschaffen. In den Abstimmungserläuterungen steht klar, dass die Flugzeuge nicht beschafft werden, wenn das Gripen-Fonds-Gesetz abgelehnt werden sollte“ hieß es in einer Erklärung.

„Es ist unklar, wie die Initianten solcher Überlegungen auf eine künftige Flottengrösse von 50-70 Flugzeugen kommen. Kampfflugzeuge stehen ungefähr 30 Jahre im Einsatz. Wenn alle 15 Jahre 12 beschafft würden, liefe dies auf eine Flottengrösse von 24 Flugzeugen hinaus. Das ist für die Sicherheit der Schweiz massiv zu wenig - noch weniger als die heutige F/A-18-Flotte ohne den Gripen“, so das VBS weiter.

Das VBS zeigte sich „überzeugt, dass die Beschaffung von 22 Gripen für die Sicherheit der Schweiz und ihrer Bevölkerung nötig ist. Die Flotte von 32 F/A-18 allein genügt nicht, und die vorgeschlagene Beschaffung ist eine Lösung mit Augenmass“.



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