03.03.2012
FLUG REVUE

Sensorgestützte Landehilfe für die CH-53 GS/GE bestelltSensorgestützte Landehilfe für die CH-53GS/GE bestellt

Das Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung hat die Umrüstung von 25 CH-53GS/GE und den Kauf von acht Sensorrüstsätzen in Auftag gegeben. Die Arbeiten führt ein Konsortium von Eurocopter und ESG durch.

Voraussetzung für die Vertragsunterzeichnung war die Zustimmung des Verteidigungs- und Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages, denn die Kosten liegen mit 32,211 Millionen Euro über dem Limit von 25 Millionen Euro.

Die Serieneinrüstung der sensorgestützten Landehilfe wird mit einem 2011 beauftragten Musterbau vorbereitet, so dass am Ende des Projektes insgesamt 26 umgerüstete Hubschrauber CH-53 GS/GE und neun Rüstsätze für den Einsatz zur Verfügung stehen.

Im Rahmen der vierjährigen Laufdauer des Vertrages sollen pro Jahr zwischen fünf und zehn Hubschrauber umgerüstet werden. Die Rüstsätze werden bis 2013 komplett beschafft. Das Vorhaben wird vom BWB als dringend eingestuft, um die Flugsicherheit der Transporthubschrauber unter den schwierigen Einsatzbedingungen in Afghanistan zu verbessern.

Das von ESG entwickelt System SeLa besteht aus zwei Kameras unter dem Rumpf, zwei hochpräzise Radarhöhenmessern, einem GPS-Empfänger, einer Erdmagnetfeldsonde, und einem Kreiselsystem zur Erfassung der Lageabweichung des Hubschraubers.

Die Bilder der Kamera werden mit dem System direkt auf Monitore im Laderaum übertragen, wo sie vom Bordwart ausgewertet werden.

Alle Daten der übrigen Sensoren werden mit einem Rechner verarbeitet und dem Piloten direkt zur Anzeige gebracht. Dafür werden die zum Einen bereits vorhandenen Monitore im Cockpit genutzt und als Neuerung sogenannte Helm-Anzeige-Systeme (sog. HMD – Helmed Mounted Display) verwendet, welche die Informationen direkt vor die Augen der Piloten projiziert. Dies ermöglicht es dem Piloten während der Landung auch nach außen schauen zu können und die benötigten Informationen gleichzeitig im Blick zu haben.

Beim heutigen Landeverfahren liegt der Bordwart gesichert auf der geöffneten Ladeklappe des Hubschraubers, schaut nach unten und gibt dem Piloten Anweisungen über die Bordsprechanlage. Das ist möglich, da die Sicht unter dem Rumpf bis zum Aufsetzen auf dem Boden frei von Staub oder Schnee bleibt.



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