22.02.2014
FLUG REVUE

Verhandlungen mit der IndustrieStückzahlreduzierung beim Eurofighter

Was seit 2011 klar ist muss nun auch offiziell in Verträge gegossen werden: Die Luftwaffe erhält statt 180 nur 143 Eurofighter.

Eurofighter Neuburg

Die Luftwaffe wird mit 143 Eurofightern auskommen müssen (Foto: Luftwaffe/Gygas).  

 

Wie das Verteidigungsministerium in der Antwort auf eine kleine Anfrage der Linken bestätigte „haben die Eurofighter-Partnernationen die Programmagentur NETMA Ende 2013 beauftragt, die Industrie über den Nichtabruf der Teiltranche 3b zu informieren… Auf nationaler und internationaler Ebene werden derzeit die Auswirkungen der Nicht-Ausübung der Option zur Beschaffung der so genannten Tranche 3b auf die Stückzahlkosten mit der Industrie verhandelt/ermittelt“. Es geht wohl um Ausgleichszahlungen in dreistelliger Millionenhöhe.

Das Ergebnis der Verhandlungen mit der Firma MTU (Teil des Konsortiums für das Triebwerk EJ200) war bereits zuvor bekannt geworden: Der inzwischen geschasste Staatssekretär Stéphane Beemelmans hatte am 18. Dezember die Auszahlung von 55 Millionen Euro angewiesen, ohne zuvor den (noch nicht konstituierten) Haushaltsausschuss zu informieren.

Dass die Stückzahlen des Eurofighters trotz des auf 620 Flugzeuge lautenden Rahmenvertrags mit Deutschland, Großbritannien, Italien und Spanien sinken werden war lange abzusehen. Deshalb wurde im Juli 2009 nach langwierigen Verhandlungen auch nur ein Vertrag für die so genannte Tranche 3A unterschrieben. Dieser umfasste 31 Flugzeuge für die Luftwaffe (statt 68), 40 für die Royal Air Force (statt 88), 21 für Italien (statt 46) und 20 für Spanien (statt 34).



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