03.01.2014
FLUG REVUE

US Air ForceUnfallbericht: B-1B-Absturz wegen losem Leitblech

Der Absturz eine Boeing B-1B Lancer in Montana am 19. August 2013 ist darauf zurückzuführen, dass ein loses Leitblech eine Hauptkraftstoffleitung beschädigte. Ausgelaufener Kraftstoff entzündete sich und führte zu mehreren Explosionen.

B-1 Lancer Ellsworth AFB

Die im August 2013 in Montana abgestürzte B-1B Lancer gehörte zum 28th Bomb Wing aus Ellsworth AFB (Foto: US Air Force).  

 

Das lose Leitblech im Bereich der linken oberen Abdeckung des Flügelschwenkmechanismus wurde bei der Vorflugkontrolle nicht entdeckt, da eine Inspektion hier nicht vorgeschrieben ist. Als der Pilot dann während eines Sinkflugs von 20000 ft (6100 m) auf 10000 ft (3050 m) die Tragflächen nach hinten schwenkte, faltete sich das Leitblech nicht korrekt, sondern wurde in einen Hohlraum gedrückt, wo es mit einer Kante ein Loch in eine Hauptkraftstoffleitung stieß.

Unbemerkt von der Crew liefen etwa 3175 kg Kraftstoff aus, der sich schließlich am heißen Luftkanal eines Vorkühlers entzündete. Die folgende Explosion sprengte die obere Verkleidung der Flügeltasche weg. Das Feuer führte anschließend zur Explosion von Kraftstoffdämpfen in einem Tank, von wo aus sich kleinere Detonationen über die Entlüftungsleitungen ausbreiteten.

Im Ergebnis gab es einen kompletten Ausfall der Stromversorgung im Cockpit. Die vierköpfige Besatzung rettete sich daraufhin mit den Schleudersitzen und wurde nur leicht verletzt. Die B-1B der 34th Bomb Squadron des 28th Bomb Wing aus Ellsworth AFB, South Dakota, stürzte auf ein Feld bei Broadus in Montana und brannte völlig aus. Der Schaden liegt laut dem am 30. Dezember veröffentlichten Unfallbericht der US Air Force bei 317,7 Millionen Dollar.

Die letzten beiden schweren B-1B-Unfälle waren 2001 (Absturz bei Diego Garcia) und 2008 (Bruchlandung in al-Udeid).



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