22.05.2015
FLUG REVUE

Luftwaffe startet SchwertranpsortBeschädigter Eurofighter geht nach Manching

Einen beschädigten Eurofighter will die Luftwaffe nächste Woche über die Autobahn zur Reparatur von Nörvenich nach Manching bringen.

Eurofighter Transport Nörvenich Mai 2015

In Nörvench wurde der beschädigte Eurofighter (30+91) auf einen Tieflader verladen, um nach Manching gebracht zu werden (Foto: Luftwaffe/Legler)  

 

Da die Bundeswehr nicht die Kapazitäten für einen Transport dieser Größenordnung hat, wurde ein ziviles Unternehmen mit dieser Mammutaufgabe beauftragt.

Der Transport beginnt beim Taktischen Luftwaffengeschwader 31 „Boelcke“. Dort wurde der Eurofighter bereits am Freitag auf den Tieflader gehoben. Am Abend des 25. Mai startet der Konvoi und fährt über Hannover auf der A2 Richtung Berlin. Über die A9 geht es anschließend weiter, bis der Transport am 28. Mai in Manching endet.

Die ungewöhnliche Strecke ist durch die Maße des Jägers von 16 m Länge, 11 m Breite und 4 m Höhe vorgegeben. Eine direktere Route ist durch zu niedrige Brücken oder zu schmale Tunnel nicht befahrbar.

Die Polizei der Länder überwacht die Fahrt durch den umliegenden Verkehr, Luftwaffensoldaten des Geschwaders richten während der Stopps einen militärischen Sicherheitsbereich rund um den Eurofighter ein. Wer schon einmal hinter einem Schwerlasttransport gefahren ist, weiß um die Verzögerung, die damit einhergeht. Deshalb wird der Großteil der Strecke zwischen 21 Uhr und 5 Uhr in der Nacht zurückgelegt, um den Verkehr so wenig wie möglich zu behindern.

Der beschädigte Maschine mit der Kennung 30+91 hatte im vergangenen Juni einen Flugunfall mit einem Learjet der Gesellschaft für Flugzieldarstellungen. Das Kampfflugzeug konnte in Nörvenich landen, der Learjet hingegen stürzte in der Nähe von Elpe in Nordrhein-Westfalen ab, wobei die beiden Besatzungsmitglieder ums Leben kamen.

Airbus Defence and Space mit Sitz in Manching ist der Kooperationspartner der Luftwaffe für alle Eurofighter und zuständig für die Instandsetzung und Wartung spezieller Teile. Für ein derart beschädigtes Kampfflugzeug hat nur dieser Standort die Infrastruktur und Expertise, die Schäden einzuschätzen und zu bewerten. Aufgrund dieser Bewertung wird dann entschieden, was mit dem Flugzeug weiter passiert.



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