02.12.2015
FLUG REVUE

BundeswehrEinsatzbereitschaft der fliegenden Systeme bleibt unbefriedigend

Ein Jahr nach der ersten Unterrichtung zur Einsatzbereitschaft der Bundeswehr hat das Verteidigungsministerium dem Verteidigungsausschuss einen aktuellen Statusbericht vorgelegt, der zumindest bei Flugzeugen und Hubschraubern kaum Verbesserungen zeigt.

NH90 Termez 2013

Beim NH90 des Heeres ist die Einsatzbereitschaft nach wie vor unbefriedigend (Foto: Bundeswehr).  

 

Die Lage bei den fliegenden Systemen ist laut Generalinspekteur Wieker „unbefriedigend“, und mit schnellen Erfolgen sei nicht zu rechnen, da sich viele Maßnahmen erst mittelfristig auswirken würden.

Vor der Sitzung des Verteidigungsausschusses hob MinisterinUrsula von der Leyen hervor, dass die Einsatzfähigkeit der sechs Tornados, die für Aufklärungsflüge der Bundeswehr über Syrien vorgesehen sind, gesichert sei. Aktuell seien 30 Tornados einsatzbereit. Es gebe einen großen Spielraum, um den von der Bundesregierung beschlossenen Einsatz zu gewährleisten, sagte die Ministerin.

Damit liegt der Tornado allerdings weit unter der Vorgabe von 70 Prozent Klarstand, der neuerdings allerdings nicht von den insgesamt im Bestand befindlichen Systemen sondern nur von den der Truppe tatsächlich zur Verfügng stehenden Exemplaren berechnet wird. Längere Wartungs- und Modernisierungsmaßnahmen, bei denen die Fluggeräte monatelang bei der Industrie sind, werden so schon vorab herausgerechnet.

Beim Tornado waren demnach von 93 Maschinen 66 im Schnitt in den beiden Verbänden, von denen wiederum 29 einsatzbereit waren, was 44 Prozent entspricht. Die Rechnung beim Eurofighter waren von 114 Jets nur 68 bei den Geschwadern, und von diesen wiederum 55 Prozent einsatzbereit. Bei der Transall waren im Schnitt 21 Flugzeuge einsatzbereit.

Bei den Hubschraubern gibt es 40 NH90, von denen aber nur 23 im Verfügungsbestand waren. Von diesen waren im Schnitt fünf einsatzbereit. Beim Tiger sieht es ähnlich aus: 43 ausgeliefert, 23 im Verfügungsbestand und sechs einsatzbereit (26 Prozent).

Das CH-53-Geschwader hatte im Schnitt 45 von 75 Hubschraubern verfügbar, von denen dann 18 einsatzbereit waren. Beim Sea King waren weniger als sechs von 21 einsatzbereit, und beim Sea Lynx aus dem Gesamtbestand von 22 im Schnitt deren vier.



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