16.01.2017
FLUG REVUE

DFS übernimmt Fluglotsenausbildung der Bundeswehr

Eine Tochter der Deutschen Flugsicherung, die Kaufbeuren ATM Training, hat die Ausbildung der militärischen Flugsicherungskontrollleiter übernommen.

Kaufbeuren Flugsicherung Simulator Bundeswehr 2017

In Kaufbeuren kann das angehende Flugsicherungspersonal der Bundeswehr in einem Towersimulator üben (Foto: Luftwaffe/Engelking).  

 

Bisher bildete die Bundeswehr in Kaufbeuren  militärische Fluglotsen und Flugberater, die Flugsicherungskontrollleiter, selbst aus. Allerdings gab es zuletzt erhebliche Probleme, von den Ausbilderstellen waren zum Beispiel nur etwa 50 Prozent besetzt. Nun übernimmt die KAT. Diese neue zivil-militärische Ausbildungskooperation wurde bei einem Festakt offiziell besiegelt.

Für die neue Kooperation wurde im Ausbildungsgebäude für die Fluglotsen die Simulationstechnik auf den neuesten Stand gebracht. Wenn ein Flugzeug auf einem Flughafen landen will, nehmen die Piloten zuerst Kontakt mit der Radaranflugkontrolle auf. Fenster wie beim Tower gibt es nicht. Die Lehrlinge sehen alle Maschinen im Luftraum nur per Radar. „Letztes Jahr standen hier noch analoge Radargeräte“, erinnert sich Lehroffizier Hauptmann Daniel Fernholtz. Die wurden jetzt von mehreren großen Displays abgelöst. „Auf diese neue Technik werden die Absolventen später zunehmend in den Geschwadern treffen“, erläutert er.

Der zweite Ausbildungsplatz ist der „Tower“, ein einziger großer Raum mit Leinwänden. Hier steuern die angehenden Fluglotsen Starts, Landungen und den Rollverkehr auf Sicht. Durch die „Fenster“ des Towers in Kaufbeuren blicken sie auf den fiktiven Flugplatz „ILLER“. Aber auch alle anderen Flughäfen wie zum Beispiel der Flughafen Frankfurt lassen sich anzeigen. Möglich macht das ein neues Sichtsystem mit Laser Beamer, das ein virtuelles Bild auf die Leinwände im Übungstower wirft.

Hauptmann Fernholtz und die anderen Ausbilder sitzen während des Simulatortrainings hinter den Trainees und in der Übungsleitung. Hier ist die Regie für alles, was sich auf den Leinwänden und Displays der Simulatoren abspielt. „Die neue Software bringt uns viele neue Möglichkeiten“, beschreibt Fernholtz. „Das ging früher nicht so, damit lassen sich die Übungen viel flexibler gestalten.“ Und Joachim Keck, Geschäftsführer der DFS-Tochter KAT ergänzt: „Wir haben zudem sehr leistungsfähige Tablet-PCs für jeden Schüler angeschafft, damit sie auch nach dem Unterricht Simulationsübungen im Bereich der Flugverkehrskontrollausbildung durchführen können, um die Ausbildungsqualität zu steigern.“

„Vorher haben wir hier ungefähr mit insgesamt 45 Soldaten die Ausbildung durchgeführt“, erzählte Hauptmann Fernholz. Viele wurden bereits versetzt, einige gehen bald in den Ruhestand. Dafür bekommt der Hauptmann jetzt 45 zivile Kollegen. 80 Lehrgangsteilnehmer können hier künftig ausgebildet werden.



Für die neue Kooperation wurde im Ausbildungsgebäude für die Fluglotsen die Simulationstechnik auf den neuesten Stand gebracht. Wenn ein Flugzeug auf einem Flughafen landen will, nehmen die Piloten zuerst Kontakt mit der Radaranflugkontrolle auf. Fenster wie beim Tower gibt es nicht. Die Lehrlinge sehen alle Maschinen im Luftraum nur per Radar. „Letztes Jahr standen hier noch analoge Radargeräte“, erinnert sich Lehroffizier Hauptmann Daniel Fernholtz. Die wurden jetzt von mehreren großen Displays abgelöst. „Auf diese neue Technik werden die Absolventen später zunehmend in den Geschwadern treffen“, erläutert Der zweite Ausbildungsplatz ist der „Tower“, ein einziger großer Raum mit Leinwänden. Hier steuern die angehenden Fluglotsen Starts, Landungen und den Rollverkehr auf Sicht. Durch die „Fenster“ des Towers in Kaufbeuren blicken sie auf den fiktiven Flugplatz „ILLER“. Aber auch alle anderen Flughäfen wie zum Beispiel der Flughafen Frankfurt lassen sich anzeigen. Möglich macht das ein neues Sichtsystem mit Laser Beamer, das ein virtuelles Bild auf die Leinwände im Übungstower wirft.

Hauptmann Fernholtz und die anderen Ausbilder sitzen während des Simulatortrainings hinter den Trainees und in der Übungsleitung. Hier ist die Regie für alles, was sich auf den Leinwänden und Displays der Simulatoren abspielt. „Die neue Software bringt uns viele neue Möglichkeiten“, beschreibt Fernholtz. „Das ging früher nicht so, damit lassen sich die Übungen viel flexibler gestalten.“ Und Joachim Keck, Geschäftsführer der DFS-Tochter KAT ergänzt: „Wir haben zudem sehr leistungsfähige Tablet-PCs für jeden Schüler angeschafft, damit sie auch nach dem Unterricht Simulationsübungen im Bereich der Flugverkehrskontrollausbildung durchführen können, um die Ausbildungsqualität zu steigern.“

„Vorher haben wir hier ungefähr mit insgesamt 45 Soldaten die Ausbildung durchgeführt“, erzählte Hauptmann Fernholz. Viele wurden bereits versetzt, einige gehen bald in den Ruhestand. Dafür bekommt der Hauptmann jetzt 45 zivile Kollegen. 80 Lehrgangsteilnehmer können hier künftig ausgebildet werden.



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