22.09.2014
FLUG REVUE

Fly-outErding gibt Tornado-Instandsetzung ab

Der Tornado mit der Kennung 45+61 hat als letztes grundüberholtes Flugzeug den Fliegerhorst Erding verlassen. Der Jetbetrieb auf dem Platz ist damit beendet.

Tornado lezter Erding September 2014

Der letzte in Erding instandgesetzte Tornado verließ Mitte September 2014 den Fliegerhorst (Foto: Luftwaffe/Hacker).  

 

Fast 60 Jahre lang war Erding Werkstatt für die Jets und Transporter der Luftwaffe. 34 Jahre davon wurde auch der Tornado betreut.  Für den Schwenkflügler richtet die Luftwaffe auf dem Flugplatz Manching gemeinsam mit Airbus Defence & Space eine Kooperation für die Luftfahrzeugzelleninstandsetzung ein. Hier wir das Know-how von militärischem und industriellem Personal gebündelt. 34 Soldaten werden dafür versetzt. In Erding verbleiben bis auf Weiteres die Instandsetzung und –haltung einzelner Luftfahrzeugkomponenten.

Das Fly-out des Tornado bot den Fliegerhorstangehörigen und ihren Familien und Freunden nochmals die Möglichkeit sich in den Abteilungen wie „Zerstörungsfreie Werkstoffprüfung“, „Wiege- und Nivelliertrupp“, „Bordwaffen- und Abwurfgerätewerkstatt“ und „Rettungssysteme des Systemzentrum Luftfahrzeugtechnik“ umzusehen. Darüber hinaus wurde die Instandsetzung von Großbauteilen wie etwa Tragflächen erklärt.

Mit eindrucksvollen Überflügen erwiesen die Taktischen Luftwaffengeschwader 33 und 51 „S“ mit Tornado sowie das Taktische Luftwaffengeschwader 74 mit drei Eurofightern und eine Transall des Lufttransportgeschwader 61 dem Fliegerhorst einen Abschiedsgruß. Weitere Attraktion waren die Überflüge der historischen Me 262 und Messerschmitt Bf 109.

F-104 Starfighter Erding 1961

Die erste periodische Inspektion einer F-104 in Erding wurde 1961 abgeschlossen (Foto: Luftwaffe/WaSysUstgZ 1).  

 

Am Standort Erding wurden in den vergangenen 58 Jahren in unterschiedlichsten Regimentsgliederungen nahezu alle Luftfahrzeuge der Luftwaffe in irgendeiner Form gewartet, inspiziert oder instandgesetzt. Nach gründlichem „on-the-job-training“ bei den in den 50er Jahren im Fliegerhorst stationierten Teilen der US-Air Force landete im Juni 1957 eine „Noratlas“ zur 150-Stunden-Kontrolle. Damit lief das Instandsetzungsprogramm an. Mit denFlugzeugmustern T-33 oder Republic F-84, sowie die aus italienischer Produktion stammende Piaggio P-149 D kam rasch eine bedeutende Erweiterung der Aufgabenpakete hinzu.

Im Frühsommer 1960 bereiteten sich die Erdinger Spezialisten auf den F-104 Starfighter vor. Bereits im Mai des darauffolgenden Jahres wurde die erste F-104 einer periodischen Inspektion unterzogen. Neben regulären Wartungen wurden in den folgenden Jahren ebenso Sonderaufträge wie die Einrüstung von Martin-Baker-Schleudersitzen durchgeführt. Im Jahr 1980 begannen die Vorbereitungen für die Aufnahme des Tornado.



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