04.09.2015
FLUG REVUE

Luftwaffe in Ämari Eurofighter identifizieren russische Kampfflugzeuge

Eurofighter des Taktischen Luftwaffengeschwaders 31 haben bereits zu Beginn ihres Einsatzes beim Baltic Air Policing mehrere russische Kampfflugzeuge kontrolliert.

Tu-22 Baltic Air Policing 2015

Die Eurofighter der Lufwaffe kontrollierten von Ämari aus unter anderem Tu-22-Bomber im internationalen Luftraum (Foto: Luftwaffe).  

 

Die NATO-Luftraumüberwachung stellte am Morgen des 31.08.2015 unbekannte Flugaktivitäten im internationalen Luftraum südöstlich von Sankt Petersburg fest. Flugrichtung Nordwest. Gegen 9.30 Uhr deutscher Zeit befahl daher das NATO Combined Air Operations Centre UEDEM, CAOC UEDEM, den Start der deutschen Alarmrotte vom estnischen Flugplatz Ämari.

Der Einsatz wurde unter der taktischen Kontrolle des CRC KARMELAVA in Litauen im Rahmen der NATO-integrierten Luftverteidigung durchgeführt. Bei der Identifizierung stellten sich die unbekannten Flugbewegungen als russische Militärluftfahrzeuge heraus. Sie waren, ohne zivilen Flugplan und nicht durch die zivile Flugsicherung kontrolliert, über internationalen Gewässern unterwegs.

Die Gruppe der russischen Militärflugzeuge, zwei Langstreckenbomber vom Typ Tupolew Tu-22 und zwei begleitende Jagdflugzeuge vom Typ Su-27, wurden ebenfalls durch die Alarmrotten der schwedischen und dänischen Luftwaffe abgefangen und begleitet.

Am Nachmittag des gleichen Tages starteten die deutschen Eurofighter erneut. Wieder ging es um die Identifizierung unbekannter Flugbewegungen. Dieses Mal: nordwestlich der russischen Enklave Kaliningrad über internationalen Gewässern mit Flugrichtung Nord. Hierbei handelte es sich ebenfalls um russische Militärluftfahrzeuge vom Typ Su-27, die ebenfalls ohne Kommunikation zur zivilen Flugsicherung flogen. Mit der Identifizierung und einer anschließenden Begleitung der russischen Maschinen durch eine Alarmrotte Finnlands, die mit eingeschalteten Transpondern für die zivile Flugsicherung sichtbar war, war der Auftrag abgeschlossen und die beiden Eurofighter kehrten zu ihrem Einsatzflugplatz zurück. Die Begegnungen verliefen auf beiden Seiten routiniert und professionell.



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