24.02.2012
FLUG REVUE

Heeresflugabwehrtruppe AuflösungHeeresflugabwehrtruppe wird aufgelöst

1956 wurde sie gegründet – 56 Jahre später steht sie vor ihrer Auflösung: die Heeresflugabwehrtruppe. Am 12. März findet auf dem Truppenübungsplatz Todendorf der Auflösungsappell statt. Für die bodengebundene Flugabwehr ist dann ausschließlich die Luftwaffe zuständig.

Gepard FlakPz

 

 

Bereits ein Jahr nach ihrer Aufstellung kam die Flugabwehrtruppe für einige Zeit zur Luftwaffe. Seit 1964 war die Truppe mit den korallenroten Kragenspiegeln wieder beim Heer. Im Kalten Krieg gehörten ihr bis zu 11000 Soldaten an. Seit den 1990er Jahren wurde der Umfang der Truppe stetig reduziert. Standorte wurden geschlossen und bis 2010 die beiden Hauptwaffensysteme, das Flugabwehrraketensystem Roland und der Flugabwehrkanonenpanzer Gepard, außer Dienst gestellt. Verblieben ist das 2001 eingeführte Leichte Flugabwehr System (LeFlaSys) Ozelot. Es soll in geringer Stückzahl von einer neu aufgestellten LeFlaRak-Staffel der Luftwaffe übernommen werden. 

Im Zuge der neuen Reformpläne beschloss der Militärische Führungsrat der Bundeswehr 2011, die bodengebundene Luftverteidigung vollends der Luftwaffe zu unterstellen. Damit war das Schicksal der Heeresflugabwehrtruppe mit ihren noch etwa 3500 Angehörigen besiegelt. Am 12. März wird die Auflösung im Beisein des Inspekteurs des Heeres, Generalleutnant Werner Freers, formell vollzogen. Das Ausbildungszentrum der Heeresflugabwehrtruppe in Munster richtet diesen letzten Appell aus.




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FLUG REVUE 12/2016

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