14.04.2016
FLUG REVUE

Tornados gehen aus USA nach JagelLuftwaffe löst Fliegerisches Ausbildungzentrum in Holloman auf

Die Luftwaffe wird die Holloman AFB in New Mexico nur noch bis Herbst 2017 für die Ausbildung ihrer Tornado-Crews nutzen. 14 der Schwenkflügler kehren nach Deutschland zurück.

Tornado ASSTA3 Holloman April 2015

14 der 85 Tornados der Luftwaffe sind für die Ausbildung in Holloman stationiert (Foto: Luftwaffe).  

 

Der Betrieb der 14 Tornado-Waffensysteme in den USA verursacht aus Sicht der Luftwaffe im Vergleich zu Deutschland einen unverhältnismäßig hohen personellen, materiellen und finanziellen Aufwand. 500 Soldaten sind ebenso wie erhebliche Anteile an Ersatz- und Austauschteilen an einem weit entfernten Auslandsstandort gebunden. Dadurch fallen wesentlich höhere Kosten als für vergleichbare Leistungen in Deutschland an.

Dank der technologischen Entwicklung und des geänderten Ausbildungsprofils können Piloten und Waffensystemoffiziere künftig auch in Deutschland und seinen Nachbarländern ausgebildet werden. Dafür gibt es auch in Europa genügend geeignete Übungsräume und Schießplätze. Mit der Verlagerung der Ausbildung zum TaktLwG 51 „I“ in Jagel werden die Kosten, der personelle und der materielle Aufwand erheblich gesenkt.

Zur Umsetzung der getroffenen Entscheidung muss der Nutzungsvertrag mit den USA noch im Verlauf dieses Jahres gekündigt werden. Der letzte fliegerische Ausbildungskurs soll dann im Herbst 2017 enden. Die Instandhaltung in Holloman wird noch bis Mitte 2018 genutzt.

Luftwaffe begann Nutzung von Holloman mit der F-4 Phantom

Die deutsche Luftwaffe ist seit 1992 auf der Holloman Air Force Base (AFB) in Alamogordo vertreten. Fliegende Besatzungen wurden hier zunächst auf dem Waffensystem F-4 Phantom ausgebildet. Ab 1996 boten die großzügigen und gut geeigneten Übungslufträume, die verfügbaren Luft-/Boden-Schießplätze und die guten Wetterbedingungen in New Mexico optimale Trainingsbedingungen für die Tornado-Crews.

Das Ausbildungsprofil hat sich in den vergangenen Jahren allerdings deutlich verändert. Dazu beigetragen haben vor allem die zunehmende Verfügbarkeit von Präzisionsbewaffnung und lasergesteuerter Munition und die Möglichkeit, deren Einsatz schießplatzunabhängig – „synthetisch“ – zu üben. Zudem nimmt der Ausbildungsbedarf weiter ab, weil sich die Zahl der Waffensysteme verringert.



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