06.07.2016
FLUG REVUE

Taktisches Luftwaffengeschwader 71„Richthofen“-Verband ist wieder ein Geschwader

Der Luftwaffenstandort Wittmund erhielt nach 33 Monaten wieder ein eigenständiges Geschwader und führt somit eine lange Tradition fort. Damit verbunden sind auch ein personeller Wechsel an der Spitze und viele Veränderungen für den Standort.

Eurofighter Wittmund Richthofen-Geschwader

Die Luftwaffe hat in Wittmund nun wieder ein Geschwader aktiviert, das den Traditionsnamen "Richthofen" trägt (Foto: Stefan Petersen).  

 

Das Taktische Luftwaffengeschwader 71 „Richthofen“ wurde bei einer Feier von Generalmajor Günter Katz, Kommandeur Fliegende Verbände, in Dienst gestellt. Davor wurde formal die Taktische Luftwaffengruppe außer Dienst gestellt, die seit Oktober 2013 die Nachfolge des Jagdgeschwaders 71 angetreten hatte. Sie war dem Taktischen Luftwaffengeschwader 31 in Nörvenich unterstellt.

Kommodore des TaktLwG 71 wurde Oberstleutnant Oliver Spoerner, der die vergangenen Jahre als stellvertretender Kommodore in Nörvenich tätig war. „Ich fühle mich wohl am weiten Land am Meer“, sagte er. Denn bereits vor 20 Jahren war Spoerner auf dem benachbarten Flugplatz in Jever als Pilot eingesetzt.

Mehr Eurofighter für Wittmund

Spoerner Richthofen-Geschwader 2016

Neuer Kommodore des Taktischen Luftwaffengeschwaders 71 ist Oberstleutnant Oliver Spoerner (Foto: Luftwaffe/Kevin Schrief).  

 

Der Aufwuchs zum Geschwader bringt auch Veränderungen für die Infrastruktur. Zum Beispiel wird auch der Flugplatz umgebaut. Außerdem sind rund 200 neue Dienstposten geplant. Zudem gilt es, wieder eine klassische Geschwaderstruktur einzunehmen. Denn bisher waren die etwa 730 Frauen und Männer in einer Gruppe mit vier Staffeln organisiert. Zukünftig wird es einen Geschwaderstab mit zwei Gruppenstäben geben. Diese führen sechs Staffeln. Darunter auch zwei Fliegende.

Auch der Auftrag des Geschwaders wird größer. Bisher stellte die Gruppe zusammen mit dem Taktischen Luftwaffengeschwader 31 „Boelcke“ eine einsatzbereite Alarmrotte. Das wird sich nicht ändern. In Zukunft kann aber auch die Luftwaffenführung ein Geschwader mehr einplanen, wenn es um die Unterstützung von Bundeswehreinsätzen geht. Hierfür stehen in Wittmund 21 Eurofighter zur Verfügung. In der Gruppe waren es bislang nur 10. Durch die Umstrukturierung der Ausbildung der Jetpiloten in der Luftwaffe ist geplant, dem Standort in den nächsten Jahren bis zu 35 Kampfflugzeuge zur Verfügung zu stellen.



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