21.05.2014
FLUG REVUE

DLR und LuftwaffeZusammenarbeit in der Luft- und Raumfahrtmedizin

Im Rahmen der Internationalen Luftfahrtausstellung ILA 2014 hat die Bundesministerin der Verteidigung mit den Vorständen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) einen Vertrag über die engere Zusammenarbeit im Bereich der Luft- und Raumfahrtmedizin unterzeichnet.

Wörner + von der Leyen ILA 2014

Auf der ILA unterzeichneten Ursula von der Leyen und Prof. Johann-Dietrich Wörner einen Vertrag über die engere Zusammenarbeit im Bereich der Luft- und Raumfahrtmedizin (Foto: DLR).  

 

Das DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin und das Zentrum für Luft- und Raumfahrtmedizin der Luftwaffe werden ihre langjährige Partnerschaft in Zukunft weiter intensivieren und Großforschungsanlagen gemeinsam nutzen.

Am DLR-Standort Köln und in der angrenzenden Kaserne Wahn entsteht in den kommenden Jahren ein Kompetenzzentrum für Luft- und Raumfahrtmedizin. Dieses Kompetenzzentrum steht auch anderen Ländern offen, die über keine eigene Ressourcen auf diesem Sektor verfügen

Die Kooperation zwischen dem operativ ausgerichteten Zentrum für Luft- und Raumfahrtmedizin der Luftwaffe und dem forschungsorientierten Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin des DLR soll die Verbindung von Praxis und Wissenschaft weiter stärken. Durch die Zusammenarbeit können beide Partner sowohl ihr Aufgabenspektrum, als auch die wissenschaftliche Expertise erweitern und in der flugmedizinischen Aus- und Weiterbildung voneinander profitieren.

Das Kompetenzzentrum wird sich unter anderem mit der flugpsychologischen Auswahl und Eignungsfeststellung, der medizinischen Untersuchung sowie der Gesundheitsfürsorge für das Luftfahrtpersonal beschäftigen. Weitere Themen sind die Ausbildung von Luftfahrzeugbesatzungen in der Flugphysiologie bis hin zur Durchführung anwendungsorientierter Forschung. Dabei wird auch die Zusammenarbeit mit externen Partnern angestrebt.

Die Luftwaffe beschäftigt sich zudem mit der Erprobung von Schutzausrüstungen, Flugbekleidung und Rettungssystemen. Die Durchführung psychologischer und rechtsmedizinischer Flugunfalluntersuchungen, einschließlich toxikologischer und DNA-Analysen, liefern zusätzlich wichtige Beiträge zur präventiven Flugsicherheit sowie zu gerichtsverwertbaren Gutachten.




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