25.01.2011
FLUG REVUE

A400M: Koalition will nur noch 40 Flugzeuge für BundeswehrA400M: Koalition will nur noch 40 Flugzeuge für die Bundeswehr

Die deutsche Regierungskoalition hat sich nach Angaben der FDP darüber verständigt, die Stückzahl von A400M-Transportflugzeugen zu reduzieren. Von den 53 für Deutschland bestellten Flugzeugen sollen jetzt nur noch 40 Transporter durch die Bundeswehr betrieben werden. Die restlichen Flugzeuge sollen an Drittkunden verkauft werden.

Die Koalition habe sich für die Fortsetzung des Programms A400M
entschieden, ebenso für die Ergänzung zum Vertrag über die Herstellung
und Beschaffung des Großraumflugzeuges, sagte der
stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion und
Hauptberichterstatter für den Etat des Bundesverteidigungsministeriums im Haushaltsausschuss Jürgen Koppelin am Dienstag. Die Notwendigkeit einer Erneuerung der Lufttransportflotte der Bundeswehr sei unstrittig.

Nachdem ursprünglich von der früheren rot-grünen Koalition 93 Transportflugzeuge des Typs A400M bestellt worden seien, habe es durch die entstandenen Verzögerungen von vier Jahren bei der Fertigstellung Verhandlungsbedarf gegeben. Deutschland habe dadurch seine Bestellung auf 53 Flugzeuge reduziert.

Die Koalitionsarbeitsgruppe von FDP und CDU/CSU werde nun im
Haushaltsausschuss einen Antrag einbringen, der von den 53 Flugzeugen
der Firma Airbus Military Sociedad Limitada (AMSL) 13 Flugzeuge zum
Verkauf an Drittkunden überlasse. Damit solle die Bundeswehr nur 40
Flugzeuge direkt übernehmen.

Dies werde nicht nur langfristig zu einer Entlastung des Verteidigungsetats führen, sondern sei die Anpassung an eine Notwendigkeit für die Bundeswehr. Schon früher habe auch der Bundesrechnungshof nur die Anschaffung von 40 Flugzeugen vorgeschlagen. Zusätzlich zu den Einsparungen bei der Beschaffung werde es damit auch Einsparungen bei den kommenden Betriebskosten geben, auch wenn diese erst ab dem Haushalt 2016 wirksam würden.



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