07.11.2012
FLUG REVUE

US Air Force: Die Flugzeuge der US-PräsidentenAir Force One: Die Flugzeuge der US-Präsidenten

Die Wahl ist entschieden, der alte und neue US-Präsident heißt Barack Obama. Als Staatsoberhaupt der Vereinigten Staaten von Amerika steht ihm eine ansehnliche Flotte von Fluggeräten zur Nutzung zur Verfügung.

Mit dem Begriff "Air Force One" wird in der breiten Öffentlichkeit immer die Boeing VC-25A in Verbindung gebracht. Dabei trägt sie das berühmte Rufzeichen nur, wenn der US-Präsident selbst an Bord ist. Das Callsign "Air Force One" darf jedes Flugzeug der US Air Force tragen, wenn der Präsident an Bord ist. Gleiches gilt für die Flugzeuge der anderen Teilstreitkräfte, die als "Marine One", "Navy One" oder "Army One" bezeichnet werden, wenn sie den Präsidenten an Bord haben. Fliegt der US-Präsident mit einem zivilen Flugzeug, so erhält die Maschine für die Dauer des Aufenthalts des Präsidenten an Bord das Rufzeichen "Executive One".

Dem US-Präsidenten steht zur Erfüllung seiner Aufgaben eine ganze Flotte von Fluggeräten zur Verfügung, die zum großen Teil auf der Joint Base Andrews Naval Air Facility (früher: Andrews Air Force Base) im US-Bundesstaat Maryland stationiert sind. Neben den beiden umgebauten Jumbo-Jets vom Typ VC-25A gehören auch sechs modifizierte Boeing 757-200, die bei der US Air Force die Bezeichnung C-32A tragen. Im Regelfall fliegen in diesen Flugzeugen der Vizepräsident der Vereinigten Staaten von Amerika oder andere hochgestellte Regierungsmitglieder. Die Hubschrauber für den Transport des US-Präsidenten stellt normalerweise das US Marine Corps, das dafür auf der Marine Corps Base in Quantico bei der Marine Helicopter Squadron One (HMX-1 Nighthawks) eine Flotte von 19 Hubschraubern der Typen Sea King und Blackhawk bereithält. Um Attentate gegen den US-Regierungschef abzuwehren, fliegen immer mindestens zwei baugleiche Helikopter, wenn der Präsident transportiert werden soll.

Das US-Verteidigungsministerium ist seit 2005 auf der Suche nach Ersatzmustern für die veralteten Hubschrauber und hatte zu diesem Zweck 23 US101 bestellt, die auf dem AW101 beruhen. Das Programm für den Ersatz der Hubschrauber wurde jedoch nach hohen Kostenüberschreitungen 2009 auf Eis gelegt. Auch bei den Bemühungen um ein neues Flugzeug als Ersatz für die VC-25A, stoßen die US-Streitkräfte auf Probleme. Eigentlich war geplant, das erste neue VIP-Flugzeug für den US-Präsidenten bereits 2017 in Dienst zu stellen. Dieser Zeitplan erscheint aus heutiger Sicht unrealistisch. Als Kandidaten für das Flugzeugmuster waren die Boeing 747-8I und der Airbus A380 im Gespräch. Airbus lehnte jedoch ab, an der Ausschreibung teilzunehmen, weil das Unternehmen im Rahmen einer Ausschreibung sämtliche Konstruktionsdetails des Vierstrahlers an die US-Regierung hätte übergeben müssen.



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