28.11.2012
FLUG REVUE

Boeing modernisiert amerikanische B61-Atombomben

Die US Air Force hat Boeing einen Auftrag erteilt, unter der Bezeichnung B61 (Mod 12) einen Teil der vorhandenen amerikanischen B61-Atombomben mit neuen, lenkbaren Leitwerken am Heck auszustatten. Damit erhöht sich die Treffgenauigkeit der Waffen gegen hochwertige Punktziele und sie kommen mit weniger Sprengkraft aus.

Der Auftragswert liege bei 178 Millionen Dollar, teilte Boeing mit. Das Programm "B61 (Mod 12) Life Extension", für das Boeing das neue Leitwerk entwerfe, baue und zulasse, werde etwa drei Jahre dauern. Boeing werde dabei mit dem US-Energieministerium und dem Verteidigungsministerium zusammenarbeiten.

Nach Angaben der unabhängigen, amerikanischen Vereinigung "Federation of American Scientists" (FAS) ähnele das neue Leitwerk der bisher rein ballistischen Bombe B61 dem Leitwerk der konventionellen JDAM-Bombe. Die lenkbare B61-12 werde künftig, abhängig von der Verfügbarkeit von GPS-Signalen, eine Treffergenauigkeit zwischen fünf und 30 Metern erreichen. Die zwischen 0,3 und 50 Kilotonnen variabel einstellbare Sprengkraft der Atombombe könne deshalb künftig niedriger gewählt werden. Damit dürfte sich die Waffe besonders zum Einsatz gegen hochwertige Punktziele, etwa verbunkerte Kommandozentralen, eignen, bei denen die Umgebung möglichst wenig durch Fallout belastet werden soll. Die FAS schätzt den künftigen Bestand umgebauter B61-12 auf rund 400 Stück.



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