28.10.2009
FLUG REVUE

Bundeswehr mietet Heron-Aufklärungsdrohnen

Ab Mitte März 2010 soll die IAI Heron für die Bundeswehr in Afghanistan fliegen. Ein entsprechender Leasingvertrag wurde jetzt mit Rheinmetall Defence unterzeichnet.

Heron 1 Nachtaufnahme

Die Heron soll auch für die Bundeswehr in Afghanistan fliegen (Foto: IAI).  

 

Das Volumen des Auftrags, der zunächst ein Jahr Laufzeit hat, umfasst laut Rheinmetall Defence einen deutlich zweistelligen Millionen Euro-Betrag, wobei eine Option für zwei weitere Jahre vereinbart wurde. Zwei Drohnensystemen mit insgesamt drei Fluggeräten des Typs Heron werden „kurzfristig“ bereitgestellt, wobei allerdings noch im Juni von einem Einsatzbeginn „bereits Anfang 2010“ die Rede war.

Rheinmetall als Hauptauftragnehmer übernimmt das komplette Paket logistischer und Instandsetzungs-Dienstleistungen im afghanischen Operationsgebiet. Hierzu installiert das Unternehmen vor Ort einen Wartungs- und Instandsetzungsbetrieb, der jederzeit Tag und Nacht einsatzbereit ist. Der operationelle Betrieb und die Bedienung der Drohnen im Aufklärungseinsatz hingegen liegen in den Händen des militärischen Personals der Bundeswehr.

Das für die deutschen Truppen gelieferte Sensor-Paket umfasst eine elektro-optische Tag/Nacht- und SAR-Ausrüstung (SAR: Synthetic Aperture Radar). Durch Nutzung der Satelliten-Kommunikation deckt das System das gesamte Operationsgebiet des deutschen ISAF-Kontingents ab.

Mit der Miete des Systems Heron 1 wird eine Fähigkeitslücke geschlossen, bis über eine endgültige Beschaffungslösung für das Programm SAATEG (System zur abbildenden Aufklärung in der Tiefe des Einsatzgebietes) entschieden sein wird. Ein erster Anlauf diesbezüglich war im Frühjahr gescheitert. Damals hieß es aus dem Verteidigungsministerum allerdings, die angebotenen Systeme Heron TP (IAI/Rheinmetall) und Predator B (General Atomics/Diehl) seien zu teuer und erfüllten nicht die Anforderungen.



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