08.01.2016
FLUG REVUE

USA fordern Rakete zurückHellfire versehentlich nach Kuba verschickt

Den US-Streitkräften ist beim Versand einer Hellfire-Rakete ein Irrtum unterlaufen. Am Flughafen Paris Charles-de-Gaulle wurde die AGM-114 versehentlich in ein Flugzeug verladen, das nach Kuba flog.

AGM-114 Hellfire on Predator (US Air Force)

AGM-114 Hellfire an einer Predator-Drohne. Foto und Copyright: TSGT Scott Reed, U.S. Air Force  

 

Nach einem Bericht des Wall Street Journal hat die US Air Force beim Versand einer Panzerabwehrrakete vom Typ AGM-114 Hellfire im vergangenen Jahr einen großen Fehler gemacht. Die Rakete sollte - ohne den Gefechtskopf - nach einer Übung in Spanien über Deutschland und Frankreich nach Florida zurückgeschickt worden. Am Pariser Flughafen Charles-de-Gaulle passierte dann das Missgeschick: Die Hellfire wurde nicht wie geplant in das Flugzeug geladen, welches nach Flordia flog, sondern in eines, das in die kubanische Hauptstadt Havanna flog. Der Vorfall wurde erst jetzt bekannt.

Die USA versuchen nun auf verschiedenen diplomatischen Kanälen, die Rakete wiederzubekommen. Die Hellfire wurde in den siebziger Jahren entwickelt und ging ab 1985 in den aktiven Dienst. Es gibt Versionen mit Lasersuchkopf und mit Radarsuchkopf. Die AGM-114 wird von einer Vielzahl von Plattformen aus eingesetzt. Neben den Kampfhubschraubern AH-64, AH-1 kann sie auch von einigen UH-60 Blackhawk und dem Tiger aus verschossen werden. Sie kann auch von Flächenflugzeugen aus verschossen werden. So nutzt die irakische Armee beispielsweise die Cessna 208 Caravan als Plattform und die Vereinigten Arabischen Emiraten setzen sie von dem Air Tractor AT-802U aus ein. Hellfire-Raketen sind auch als Bewaffnung der Drohnen MQ-1B Predator und MQ-9 Reaper im Einsatz.

Mehr Infos zu:
flugrevue.de/V. K. Thomalla


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